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AfD trudelt in NRW in die Bedeutungslosigkeit

24.2.2019 15:38 Uhr

Drei Prozentpunkte musste die AfD im Vergleich zur letzten Umfrage vor rund vier Monaten abgeben und ist damit nicht mehr zweistellig bei den Prozenten. Die Prüfung des Verfassungsschutzes, die Spendenaffären und die internen Querelen zeigen damit Wirkung und bringen die Rechtspopulisten ins Trudeln.

Die AfD in Nordrhein-Westfalen ist in einer Umfrage erstmals seit der Landtagswahl 2017 auf einen einstelligen Zustimmungswert gesunken. Im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung im Oktober verlor die AfD drei Prozentpunkte und erreicht aktuell nur noch neun Prozent, wie die am Sonntag vom WDR-Magazin "Westpol" veröffentlichte Umfrage ergab.

Laschet büßt reichlich Sympathiepunkte ein

Die CDU konnte dagegen als mit Abstand stärkste Kraft zwei Prozentpunkte zulegen und liegt nun bei 30 Prozent. Auch ihr Koalitionspartner FDP verbesserte sich, nach einem Plus von einem Punkt stehen die Liberalen bei zwölf Prozent. Die SPD legte um zwei Punkte auf 23 Prozent zu, während die Grünen mit unverändert 17 Prozent drittstärkste Kraft in NRW bleiben. Neben der AfD verlor im Vergleich zum Oktober auch die Linke. Sie erreicht nach einem Minus von zwei Prozentpunkten sechs Prozent.

Die von CDU-Ministerpräsident Armin Laschet angeführte Landesregierung bekam gleichzeitig erstmals seit der Landtagswahl ein überwiegend gutes Zeugnis. 51 Prozent der Befragten bewerten Schwarz-Gelb positiv, 47 Prozent negativ. Im bundesweiten Vergleich von Landesregierungen bedeutet dies laut WDR einen Platz im Mittelfeld.

Laschet allerdings verlor erheblich an Zustimmung. Nur noch 37 Prozent der Nordrhein-Westfalen sind mit seiner Arbeit zufrieden, elf Prozentpunkte weniger als im Oktober. 37 Prozent sind mit ihm unzufrieden, 18 Prozent trauen sich kein Urteil zu. Acht Prozent der Befragten kennen ihren Ministerpräsidenten nicht. Laut WDR sind nur die Regierungschefs von Bremen und Berlin ähnlich unpopulär wie Laschet.

(ce/afp)

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