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AfD-Chef Meuthen auf Konfrontationskurs zu "Radikalen" in der AfD

23.2.2019 14:28 Uhr

Den Verfassungsschutz im Nacken und sinkende Umfragewerte, weil CDU/CSU sowie SPD das eigene Profilbild wieder schärfen, lässt die AfD wohl reagieren. So kritisierte der Bundesvorsitzende Jörg Meuthen nun die "rücksichtslosen Radikalen" und "Menschenfeinde" in der AfD und sagte, die Partei haben keinen Platz für solche "Neurotiker".

In der AfD haben rechtsradikale Kräfte nach Worten des Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen keinen Platz. Meuthen sprach von "einigen komplett rücksichtslosen Radikalen" in den eigenen Reihen, von Intrigen und innerparteilichen Kleinkriegen. "Wer hier seine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ausleben möchte, dem sage ich ganz klar: Sucht euch ein anderes Spielfeld für eure Neurosen!", sagte Meuthen zum Auftakt des AfD-Landesparteitags in Heidenheim.

Im Südwesten ringen "Realos" mit "Radikalinskis" um die Vormacht in der AfD

Eigentlich hätte die AfD goldene Zeiten vor sich, da der politische Gegner im Land schwach wie nie sei, und die Wähler die Nase voll hätten von der "offensichtlichen Unfähigkeit der Altparteien", betonte Meuthen. "Die Einzigen, die uns noch aufhalten können auf dem Weg zur politischen Gestaltung der Geschicke unseres Landes, das sind wir selbst."

Die AfD im Südwesten ringt auf dem Landesparteitag in Heidenheim um den künftigen Kurs der Partei. Der bisherige Landesvorsitzende Marc Jongen will nicht mehr antreten. Wertkonservative Realos ringen um die Macht mit radikalen "Fundis".

(ce/dpa)