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AfD-Abgeordneter macht frauenverachtende Aussagen

4.12.2018 10:26 Uhr

Dass die Frauenquote vielerseits in der Kritik steht, ist nichts Neues. Doch der AfD-Abgeordnete Heiner Merz hat es in einer E-Mail auf die Spitze getrieben.

Schockierende Aussagen

Der AfD-Landtagsabgeordnete Heiner Merz sieht sich wegen Äußerungen über eine Frauenquote in der Kritik. Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) warf dem Politiker in einem am Montag veröffentlichten Schreiben frauen- und menschenverachtende Äußerungen vor, die ihn "schockiert" hätten. In einem Brief an Landtagspräsidentin Muhterem Aras forderte er, die Ausdrucksweise im Präsidium zum Thema zu machen. Der Abgeordnete Merz bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, dass er in einer E-Mail die Frauenquote kritisiert habe.

In der von Minister Untersteller kritisierten E-Mail schrieb Merz: "Quoten nützen übrigens nur unqualifizierten, dummen, faulen, hässlichen und widerwärtigen Frauen; die Guten, Bemühten und passend Qualifizierten fanden und finden ihren Weg alleine."

Heiner Merz steht zu seiner Meinung

AfD-Fraktionschef Bernd Gögel sagte der dpa, dass der Fall aufgeklärt werden müsse. Dazu soll es an diesem Dienstag auch ein Gespräch in der Fraktion geben. Der AfD-Abgeordnete Merz betonte, dass er kein Frauenfeind sei und als gelernter Informatiker immer wieder mit qualifizierten Kolleginnen gut zusammengearbeitet habe. Trotzdem führt eine Quote aus seiner Sicht dazu, dass bisweilen besser qualifizierte Männer in den Hintergrund gedrängt würden.

Er stehe zum Inhalt des Schreibens, sagte der Abgeordnete. Anlass für die Äußerungen war ein Hinweis der Behörden an die AfD, das Ziel der Landesregierung für eine "Quote der weiblichen Führungskräfte im öffentlichen Dienst" im Blick zu behalten. Konkret ging es dabei nach Darstellung von Untersteller darum, dass die AfD eine Vertreterin oder einen Vertreter im Landesbeirat für Natur- und Umweltschutz und im Rat der Stiftung Naturschutzfonds benennt.

(sis/dpa)