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Ältestenrat im Thüringer Landtag soll zustande kommen

18.2.2020 17:07 Uhr

Am Dienstag nun doch noch der Ältestenrat in Thüringen zusammen. Grund ist der überraschende Vorstoß für eine CDU-geführte Übergangsregierung im Freistaat. Das zwölfköpfige Gremium werde sich wie geplant um 15.30 Uhr zu seiner Sondersitzung treffen, stellte Landtagspräsidentin Birgit Keller in einer Mitteilung klar.

Zuvor hatte Vize-Landtagspräsidentin Dorothea Marx die Absage der Sitzung bestätigt. Der Ältestenrat wolle über das weitere parlamentarische Vorgehen beraten, hieß es nun in der Mitteilung der Landtagsverwaltung. Die Sitzung sei nicht öffentlich.

Geordnetes Verfahren ermöglichen

Auf die geplante Sitzung hatte zudem die FDP bestanden. Der Ältestenrat müsse zusammenkommen, damit man in ein geordnetes weiteres Verfahren eintreten könne, forderte der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Robert-Martin Montag. "Wir haben im Parlament die Möglichkeit, auch in schwierigen Situationen verantwortungsvoll zu handeln."

Bei einem Treffen von Rot-Rot-Grün mit der CDU am Montagabend hatte Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) den Vorschlag für ein Übergangskabinett unter Führung seiner CDU-Amtsvorgängerin Christine Lieberknecht unterbreitet. Die 61-Jährige soll demnach etwa 70 Tage lang eine "technische Regierung" mit drei Ministern bilden, bis ein neuer Landtag gewählt ist.

Die CDU-Fraktion hat über den Vorschlag noch nicht entschieden. Von den Linken, der SPD und den Grünen kam Zustimmung. Die Linke-Fraktionsvorsitzende Susanne Hennig-Wellsow sagte, sollte es bis diesen Freitag eine Einigung mit der CDU zu diesem Vorgehen geben, könne die Auflösung des Landtags im März beantragt werden. Eine Neuwahl sei dann Ende Mai möglich.

(an/dpa)

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