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Adler bezwingen die Löwen

27.10.2019 19:18 Uhr, von Chris Ehrhardt

Es war die Partie des neunten Spieltags am Sonntagabend in der türkischen Süper Lig – zumindest auf dem Papier. Besiktas Istanbul gegen Galatasaray Istanbul. Das ehemalige Duell um die Meisterschaft wurde zu einer Partie, wo jedes Team dringend die Punkte brauchte, um Ruhe zu haben. Am Ende hatten die Schwarzen Adler knapp mit 1:0 die Nase gegenüber den Löwen vorne und das in einer eher dürftigen Partie.

Mit "Not gegen Elend" war das Spiel vor dem Anpfiff eigentlich gut beschrieben. Beide Teams offensiv eher dürftig, hinten offen wie die Scheunentore und auswärtsschwach. Würde diese Auswärtsschwäche am Ende das Zünglein an der Waage sein? Ein erster Blick auf die Aufstellung von Besiktas zeigte, "Angst essen Seele auf". Adem Lajic draußen, dafür aber mit einem Vierer-Riegel vor Loris Karius. Plus den Ägypter Mohamed Elneny sowie den Kanadier Atiba Hutchinson als Doppelsechser. Das roch nach "Hose voll" oder "Nur keinen Treffer kassieren". Doch Besiktas startete überraschend ambitioniert und zeigte sich bemüht, auch nach vorne zu operieren. Zumindest in den ersten 15 Minuten. Danach war das das typische Derby: Man neutralisierte sich gegenseitig im Mittelfeld. Nach vorne fand beiden Teams kaum statt. Bis knapp zur 30. Minute dauerte es, um den ersten Schuss der Löwen auf den Kasten von Karius zu sehen. Somit war es keine echte Überraschung, dass es mit einem torlosen Remis zum Pausentee ging. Obwohl man sich eher einen heftigen Schluck Raki gewünscht hätte, damit das Spiel lockerer würde.


Die zweiten 45 waren dann tatsächlich etwas flotter gestaltet. Weil viel langsamer geht es ja kaum noch, dann hätten die Spieler eher auf dem Platz gesessen oder gelegen. Viele kleine Nickeligkeiten sorgten dafür, dass es wieder und wieder Breaks gab, die das Spiel extrem zäh werden ließen – besonders für den Betrachter. Und dann kam bei BJK Lajic! Endlich gab es etwas mehr Bewegung und die zahlte sich nach nahezu endlosen 69 Minuten sogar aus. Caner Erkin marschierte, setzte die Flanke und dann stand da am Fünfer Umut Nayir, der eigentlich nur noch die Birne hinhalten musste, um Muslera zu bezwingen – 1:0. Galatasaray drückte danach zwar auf den Pinn, aber da kam nicht wirklich viel. Das war alles kaum zielführend, zerfahren, auf Zufall ausgerichtet und hatte keinen echten Plan. So brachten die Adler den knappen Vorsprung über die Zeit und liegen nur noch einen Punkt hinter Galatasaray – auf den Plätzen sieben und acht im Mittelfeld der Süper Lig.


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