imago images / Sportimage

Acun Ilicali: Özil nach Vertragsende zu Fenerbahce?

14.5.2020 0:09 Uhr, von Björn Lücker

Seit Monaten schon brodelt die Gerüchteküche, dass Mesut Özil zur kommenden Saison in die Türkei, die Heimat der Vorfahren des gebürtigen Schalkers, wechselt und dann im Dress von Fenerbahce Istanbul aufläuft. Nun plaudert Acun Ilicali, der bekannte Moderator von Formaten wie "Survivor" und Medienmogul, aus dem Nähkästchen und befeuert die Spekulationen um seinen guten Freund Mesut Özil.

"Ich erhalte viele Fragen zu Özil. Ich glaube, in Zukunft werden gute Dinge passieren", berichtet Acun llicali, der für seine glühende Leidenschaft für den Klub aus Kadiköy bekannt ist, in einem Instagram-Video mit Blick auf Özils Zukunft. Der Vertrag des 31-Jährigen Spielmachers beim FC Arsenal in der englischen Premier League läuft noch bis Sommer 2021.

Ilicali wird noch konkreter. Der TV-Star will wissen, dass der türkische Ex-Meister schon mit Özil plane. "Ich bin nicht in der Lage, Details zu nennen. Später vielleicht." Weiter deutete er an: "Unser Präsident (Ali Koc, Fenerbahce-Präsident, Anm. d. Red.) wird, wenn die Zeit kommt...wie Sie wissen, gibt es Verträge und die müssen erst einmal auslaufen. Wenn Mesuts Vertrag ausläuft, wird Fenerbahce meiner Meinung nach ein Favorit sein. Denn unser Präsident ist ein Mann, der Mesut bringen könnten. Und auch ich würde tun, was ich kann, um ihn dabei zu unterstützen."

Wechsel aus finanzieller Sicht schon unrealistisch

Doch wie realistisch ist ein Wechsel von Özil zu Fenerbahce? Allein schon aus finanzieller Sicht dürfte sich der Offensivspieler einen Transfer dreimal überlegen. Der frühere Nationalspieler und Weltmeister von 2014 zählt mit seinen geschätzten 19 Millionen Euro Brutto-Jahresgehalt zu den bestbezahlten Profis der Welt. Dadurch dürfte er in England bei rund zehn Millionen Euro an Nettogehalt liegen. Mit dem Nettoeinkommen wäre er, wenn er in die Türkei gehen würde, der bestbezahlte Fußballspieler aller Zeiten am Bosporus. Das ist derzeit Radamel Falcao, der angeblich bei zwischen 6,5 und 7,1 Millionen Euro Jahresgage liegen soll. Nur ist das der Fall bei Galatasaray und nicht bei Fenerbahce, wo die UEFA ein genaues Auge auf die Finanzen hält. Doch wäre Özil bereit, bei einem Landes- und Ligewechsel auf rund drei Millionen Gehalt zu verzichten?

Auch Özil-Berater und Rechtsanwalt Erkut Sögüt will die Fenerbahce-Gerüchte nicht kommentieren und lässt lieber Fakten sprechen. "Mesut hat noch ein Jahr Vertrag - es gibt in dieser Hinsicht keine Änderungen. Was danach passiert, wird die Zeit zeigen", betonte er zuletzt gegenüber dem TV-Sender "beIN Sport". Sögüt wolle über die Fenerbahce-Gerüchte nicht sprechen, weil er aus "Gründen der Vertraulichkeit" dazu kein Recht habe.

Hoffnung der Fans stirbt zuletzt

Zumindest ein kleines bisschen Hoffnung machte der Spieler-Berater den Fenerbahce-Fans, dass Özil im nächsten Jahr nach Vertragsende beim FC Arsenal doch zu den "Kanarienvögeln" wechselt. "Mesut wird dann 32 Jahre alt sein und noch einige Jahre in seiner Karriere vor sich haben." Zusammen mit seiner Familie werde Özil dann die richtige Entscheidung treffen.

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.