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Achtmal lebenslänglich im Berliner Rockerprozess

1.10.2019 16:35 Uhr

Rund fünf Jahre dauerte der Mordprozess in Berlin, der gegen insgesamt zehn Angeklagte aus dem Rockermilieu geführt wurde. Der Vorwurf lautete auf Auftragsmord. Tahir Ö. war in einem Wettbüro regelrecht hingerichtet worden. Acht Schüsse waren auf das Opfer abgefeuert worden und sehcs davon seien tödlich gewesen, stellte die Gerichtsmedizin fest. Tahir Ö. wurde einer verfeindeten Rockergruppe zugeordnet und sollte wohl aus diesem Grund sterben. Heute sind die Urteile gefällt worden und es wurden erwartungsgemäß acht lebenslange Haftstrafen verhängt. Mit zwölf Jahren Haft kam der Kronzeuge der Anklage davon und die zehnte Strafe wegen Beihilfe fiel geringer aus.

Fast fünf Jahre nach dem Beginn eines Mordprozesses gegen zehn Mitglieder der Rockergruppe Hells Angels hat das Berliner Landgericht lange Haftstrafen verhängt. Acht Angeklagte wurden am Dienstag wegen gemeinschaftlichen Mordes beziehungsweise Anstiftung zum Mord zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht folgte damit in ihren Fällen dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Urteile fielen erwartungsgemäß aus

Am 10. Januar 2014 sollen insgesamt 13 Männer ein Wettbüro in Berlin-Reinickendorf gestürmt haben, einer von ihnen soll den 26-Jährigen Tahir Ö. gezielt erschossen haben. Die Tat dauerte nur 25 Sekunden. Die Anklage forderte in acht Fällen lebenslange Haft - unter anderem für den Chef der Gruppierung, der zu dem Mord angestiftet haben soll. Der Prozess lief seit November 2014.

Ein weiterer Angeklagter leistete im Lauf des Prozesses Aufklärungshilfe. Er wurde zu zwölf Jahren Haft verurteilt - zwei Jahre mehr als von der Staatsanwaltschaft gefordert. Im Fall des zehnten Angeklagten sah die Staatsanwaltschaft keinen Tatnachweis für Mord und forderte zwei Jahre Haft - das Gericht blieb mit seinem Urteil am Dienstag knapp darunter.

(afp)

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