Hürriyet

Achtjährige Syrerin hofft nach Behandlung in der Türkei wieder laufen zu können

24.11.2020 10:37 Uhr

Sie ist erst acht Jahre alt und hat im furchtbaren Syrien-Krieg ein Bein verloren. Doch aufgeben kommt für die kleine Syrerin Fatma Nasuh nicht in Frage. Sie hofft auf eine Behandlung in der Türkei und dadurch eines Tages mit einer Prothese wieder gut laufen zu können.

Derzeit muss sich das Mädchen mit Gehstützen bewegen. Eine äußerst schwierige Angelegenheit, da ihr Schulweg hin und zurück mehr als drei Kilometer beträgt. Doch Fatma Nasuh bewältigt die Strecke tapfer. "Bei Regen oder Schnee versäumt sie nie den Unterricht", erzählte ihre Mutter der Nachrichtenagentur Anadolu.

Bessere Chancen in Idlib - auch für Fatma

Das Mädchen hatte ihr linkes Bein bei einem Luftangriff in Aleppo verloren, als sie erst drei Jahre alt war. Damals wurde sie bewusstlos in ein Krankenhaus eingeliefert. Als sie wieder aufwachte, musste sie erst einmal die Nachricht verkraften, dass ein Bein bei ihr amputiert werden musste und ihr zweijähriger Bruder bei dem Angriff ums Leben gekommen ist.

Die Mutter von Fatma will schon bald mit ihren fünf Kindern in die nördliche Provinz Idlib umsiedeln, da die Luftangriffe in Aleppo heftiger geworden wären und sie sich durch den Umzug bessere wirtschaftliche Möglichkeiten erhofft. Sie sei in finanziellen Schwierigkeiten, weil ihr Mann derzeit krank und arbeitsunfähig sei. Zudem sei die Türkei dann nur wenige Kilometer entfernt. Dadurch bestehe eine große Chance, dass Fatma endlich richtig behandelt wird und in Zukunft ohne Gehstützen wieder laufen kann.

(js)

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