Symbolbild: epa/Jalil Rezayee

Acht Tote bei Anschlag in Gasni

23.5.2019 7:03 Uhr

Mindestens acht Menschen, darunter zwei Kinder und zwei Sicherheitskräfte, sind bei einem Anschlag mit einer Autobombe in der südostafghanischen Provinzhauptstadt Gasni getötet worden. Weitere 17 Menschen seien verletzt worden, sagte der Leiter des Provinzkrankenhauses in Gasni, Bas Mohammed Hemat, am Mittwoch. Die radikalislamischen Taliban reklamierten den Angriff für sich.

Sicherheitskräfte hatten laut dem Sprecher des Innenministeriums, Nasrat Rahimi, erkannt, dass ein Autobomben-Anschlag droht. Da der Fahrer nicht angehalten habe, sei erst auf die Räder des Wagens geschossen worden. Danach hätten die Sicherheitskräfte eine Rakete auf das Fahrzeug abgefeuert. Die Explosion ereignete sich unweit einer militärischen Einrichtung in der Provinzhauptstadt. Dabei sind laut Provinzräten auch vier Taliban-Kämpfer in dem Wagen getötet worden.

Die Angreifer nutzten dem Parlamentarier Arif Rahmani zufolge ein gestohlenes Humvee-Armeefahrzeug. Rahmani befürchtete weiter steigende Opferzahlen.

Gibt es eine politische Lösung?

Derzeit gibt es Bemühungen, den langwierigen Konflikt in Afghanistan politisch zu lösen. Bisher gab es mehrere Gesprächsrunden zwischen Vertretern der USA und hochrangigen Taliban. Diese sollen zu direkten Gesprächen zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban führen.

Die Bemühungen um eine politische Lösung gerieten in den vergangenen Wochen allerdings etwas ins Stocken. Die Islamisten hatten zudem einen Aufruf für eine Waffenruhe während des Fastenmonats Ramadan ignoriert.

(an/dpa)