Symbolbild: imago/ZUMA Press

Acht Menschen festgenommen - Beschwerde gescheitert

28.3.2019 13:21 Uhr

Acht Menschen wurden 2011 bei der Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton in London festgenommen, da sie protestieren wollten. Nun sind ihre Beschwerden vor Gericht gescheitert.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg wies ihre Beschwerden am Donnerstag als unzulässig zurück (Beschwerdenummern 57884/17 und andere).

Die Beschwerdeführer wollten laut Gericht an Protestveranstaltungen teilnehmen. Zwei von ihnen hätten nach Informationen der britischen Polizei vorgehabt, als Zombies verkleidet Maden statt Konfetti auf den Hochzeitszug zu werfen. Die acht Männer und Frauen sehen aufgrund ihrer Festnahmen ihr Recht auf Freiheit verletzt.

Festnahmen sollten die Störung des Friedens verhindern

Das Gericht argumentierte, die Festnahmen seien nötig gewesen, um wegen der vielen Menschen auf den Straßen, des internationalen Interesses an der Hochzeit und des hohen Bedrohungsniveaus eine Störung des Friedens zu verhindern. Außerdem seien die Beschwerdeführer jeweils nur wenige Stunden festgehalten worden. Die britischen Gerichte hätten bei ihren Urteilen in der Sache fair zwischen den verschiedenen Interessen abgewogen.

Schon in einem früheren Urteil von Oktober 2018 hatte der Gerichtshof entschieden, dass präventive Festnahmen in bestimmten Fällen gerechtfertigt sein können. Damals war es um mögliche Gewalttaten von Hooligans bei einem Fußballspiel in Dänemark gegangen.

(gi/dpa)