Symbolbild: epa/Vakhtang Barkalya

Abzug der Truppen im Osten des Landes

26.6.2019 21:21 Uhr

Mit dem Abzug ihrer Truppen haben die Konfliktparteien im Osten der Ukraine begonnen. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) werde den von der Kontaktgruppe vereinbarten Schritt überwachen, teilte der Chef der Beobachtermission, Yasar Halit Cevik, am Mittwoch mit.

Die Patrouillen seien verstärkt worden, um die Sicherheitslage und die humanitäre Situation im Blick zu behalten. Es gebe die Hoffnung, dass die Seiten dauerhafte Schritte für eine Entspannung unternähmen.

Zuletzt Verstöße gegen Waffenruhe

Zuletzt gab es nach OSZE-Angaben auch deutlich weniger Verstöße gegen die Waffenruhe. Die prorussischen Separatisten gingen nach eigener Darstellung davon aus, dass es drei Tage bis zum vollständigen Rückzug dauern könnte. Der Prozess ist Teil einer Vereinbarung, die bereits 2016 unter Vermittlung des damaligen Bundesaußenministers Frank-Walter Steinmeier für drei Testgebiete getroffen worden war. In Petriwske und Solote gelang dies damals weitgehend.

Dies soll als Vorbild für die Entmilitarisierung der insgesamt 500 Kilometer langen Frontlinie dienen. In Stanyzja Luhanska liegt der einzige Übergang zwischen dem Regierungsgebiet und dem der Rebellen im Luhansker Gebiet.

Seit 2014 stehen Teile der Gebiete Luhansk und Donezk unter Kontrolle der aus Russland unterstützten Separatisten. Bei Kämpfen mit Regierungstruppen wurden UN-Schätzungen zufolge rund 13 000 Menschen getötet. Ein unter Vermittlung Deutschland, Frankreichs und Russlands vereinbarter Friedensplan wurde nicht umgesetzt. Unter dem neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gibt es wieder Hoffnung auf Frieden.

(an/dpa)

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