dpa

Ablenkung und Austausch: Im Kampf gegen die Corona-Angst

20.3.2020 1:17 Uhr

Das Coronavirus verbreitet viel Angst und Sorgen - die soziale Isolation kann dieses Gefühl zudem noch verstärken. Gerade für Menschen mit Depressionen ist das eine Belastungsprobe. Wie können sie gegensteuern? Aktiv bleiben und sich ablenken, lautet der Rat der Deutschen Depressionshilfe.

Auch in Zeiten verordneter sozialer Isolation hilft der Austausch mit anderen: Depressive Menschen sollten viel mit Freunden und Familie sprechen. Allerdings darf es dabei nicht nur um das Thema Corona gehen. Bewegung ist wichtig, am besten draußen, sofern möglich.

Auch wenn die Coronakrise gewohnte Tagesabläufe auf den Kopf stellt: Mehr zu schlafen oder länger im Bett liegen zu bleiben, ist für Menschen mit Depressionen nicht gut. Erschöpfungsgefühl und Depressionsschwere nehmen dadurch nicht ab, sondern werden mehr. Hilfreich ist ein detaillierter Tages- und Wochenplan.

Für Menschen ab 15 Jahren mit leichteren Depressionen bietet die Depressionshilfe ein kostenfreies Online-Selbstmanagement-Programm an. Es wird eigentlich durch einen Arzt oder Psychologischen Psychotherapeuten begleitet.

Da jedoch manche Patienten in häuslicher Isolation sind und Ärzte an ihre Belastungsgrenzen stoßen, ist das in zwölf Sprachen verfügbare Programm nun für sechs Wochen auch so zugänglich. Die Anmeldung erfolgt formlos per E-Mail ( ifightdepression@deutsche-depressionshilfe.de).

(gi/dpa)

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