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Abgeordneter der AfD will 50 Millionen Masken vermitteln

3.4.2020 18:59 Uhr

In der Coronavirus-Krise sind Atemschutz-Masken heiß begehrt. Nun versucht der AfD-Bundestagsabgeordnete Paul Hampel, den Ankauf von 50 Millionen Masken aus Hongkong zu vermitteln. In einer E-Mail, die der ehemalige Südostasien-Korrespondent nach eigenen Angaben am Mittwochnachmittag an Kanzleramtsminister Helge Braun geschickt hatte, heißt es: «Über eine alte Geschäftsbeziehung erhielt ich heute ein Angebot über 50 Mio. Atemschutzmasken

Es handele sich teils um normalen medizinischen Mundschutz, teils um chirurgische Atemschutzmasken. Diese seien EU-zertifiziert, könnten zu einem günstigen Preis durch die Bundesregierung erworben und binnen zwei Wochen geliefert werden.

Geht die Ware an jemand anders?

Er habe sich geärgert, dass er auf seine E-Mail vom Mittwoch und zweimalige telefonische Nachfrage bislang keine definitive Antwort erhalten habe, sagte Hampel am Freitag. Er befürchte nun, dass der Deutschland wohlgesonnene Händler in Hongkong die Ware angesichts der weltweit großen Nachfrage bald anderweitig verkaufen werde.

Um den Bedarf kümmert sich in der Bundesregierung vor allem das Bundesgesundheitsministerium. Eine Sprecherin des Ministeriums sagte am Freitag in Berlin, sie könne keine Aussage dazu treffen, wie hoch der Bedarf an Schutzausrüstung in den nächsten Wochen sein werde und wie lange die derzeit vorhandenen Vorräte ausreichten.

(an/dpa)

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