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Abe sagt Katastrophengebieten Millionen-Soforthilfen zu

16.10.2019 11:48 Uhr

Nach dem verheerenden Taifun "Hagibis", der am Wochenende auf Japan traf und mehr als 70 Tote forderte, hat der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe Soforthilfen zugesagt.

Abe sagte am Mittwoch, seine Regierung werde 710 Millionen Yen (rund 5,9 Millionen Euro) an Soforthilfe bereitstellen. Die Zahl der Todesopfer durch "Hagibis" stieg nach Angaben der Regierung auf 74 Menschen. Mehr als ein Dutzend Menschen wird den Angaben zufolge noch vermisst. Am Mittwochmorgen waren noch mehr als 10.000 Haushalte von Stromausfällen betroffen, 110.000 Haushalte blieben von der Wasserversorgung abgeschnitten.

Spur der Verwüstung

Der Wirbelsturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 216 Stundenkilometern hatte am Wochenende in Japan eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Dabei richteten die schweren Regenfälle deutlich mehr Schäden an als der Wind. Erdrutsche brachten Häuser zum Einsturz, mehr als 140 Flüsse traten über die Ufer. Starkregen und heftige Sturmböen verursachten Schlammlawinen. Regierungssprecher Yoshihide Suga warnte vor weiteren Erdrutschen und Überschwemmungen. "Auch heute geben die Rettungskräfte ihr Bestes bei den Such- und Rettungsarbeiten", sagte er vor Journalisten. Besonders stark von dem Sturm erschüttert wurde der Nordosten Japans. Zu den betroffenen Gebieten zählte auch Fukushima, der Ort der Atomkatastrophe vom März 2011. Dort kamen 26 Menschen durch den Taifun ums Leben. Insgesamt waren 36 der 47 japanischen Präfekturen von "Hagibis" betroffen.

(be/afp)

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