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98 türkische Staatsbürger im Ausland am Coronavirus gestorben

1.4.2020 22:18 Uhr

Laut Außenminister Mevlüt Cavusoglu sind 98 im Ausland lebende türkische Staatsbürger am Coronavirus gestorben. "Wir haben über 20.000 türkische Bürger aus mehr als 50 Ländern evakuiert", sagte er gegenüber der Presse. Es würde noch fast 10.000 türkische Staatsbürger mit Wohnsitz in der Türkei im Ausland geben, sagte der Minister und fügte hinzu, dass die Türkei ihre Staatsbürger im Einklang mit der Quarantänepolitik des Landes weiterhin aus dem Ausland evakuieren werde.

"Natürlich werden wir unsere Bürger auch in der kommenden Zeit unter Berücksichtigung der Quarantänebedingungen zurückbringen. Wir setzen unsere Unterstützung für diejenigen fort, die wir nicht ins Land bringen können", sagte der Minister. Die Türkei stellt Evakuierten unter eine 14-tägige Quarantäne, nachdem sie im Rahmen von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus aus dem Ausland zurückgebracht wurden.

Minister und Parlamentarier spenden 700.000 Euro

Der Außenminister sagte, er habe einen Anruf von seinem algerischen Amtskollegen Sabri Boukadoum erhalten und die Türkei werde ab dem 3. April fast 1.900 Algerier zurückführen, fügte er hinzu. Zur nationalen Solidaritätskampagne der Türkei, die gestartet wurde, um den Kampf gegen COVID-19 zu unterstützen, sagte er, die im Ausland lebenden türkischen Staatsangehörigen seien an Spenden interessiert. "In der Kabinettssitzung haben wir beschlossen, zusammen mit unseren Ministern und Freunden, die an der Sitzung teilnahmen, 5,2 Millionen türkische Lira (rund 700.000 Euro) zu spenden", so Cavusoglu.

Die Kampagne zielt darauf ab, Menschen mit niedrigem Einkommen, die aufgrund der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus unter wirtschaftlichen Problemen leiden, zusätzliche Unterstützung zu bieten. Die Zahl der Todesopfer in der Türkei durch das Coronavirus stieg am Mittwoch auf 277, während die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle auf 15.679 stieg. Insgesamt 210 türkische Staatsbürger wurden am 30. März in der Provinz Manisa unter 14-tägige Quarantäne gestellt, nachdem sie aus den USA nach Hause evakuiert wurden

(ce)

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