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90 Menschen getötet: FBI veröffentlicht Zeichnungen von Serienmörder

14.2.2019 13:32 Uhr

US-Ermittler suchen mit 16 selbst-gezeichneten Porträts Opfer des Serienmörders Samuel Little. Nach eigenen Angaben habe er 90 Menschen getötet.

Die von der Bundespolizei FBI veröffentlichten Bilder enthalten Details der Opfer wie Augen- oder Haarfarbe sowie Kleidungsstücke. Der 78-jährige Serienkiller Samuel Little hatte sie in seiner Gefängniszelle aus dem Gedächtnis gezeichnet.

Little, ein sogenannter Drifter ohne festen Wohnsitz, hat gestanden, zwischen 1970 und 2005 insgesamt 90 Morde begangen zu haben. Die US-Behörden konnten bisher 40 Fälle bestätigen. Der ehemalige Boxer verbüßt eine lebenslange Gefängnisstrafe im US-Bundesstaat Texas.

Die Opfer des Serienmörders

Während seiner jahrzehntelangen, mörderischen Tour durch die USA suchte er sich vorzugsweise Drogenabhängige und Prostituierte als Opfer aus. Nach FBI-Angaben erwürgte Little seine Opfer zumeist. Viele Todesfälle wurden nicht als Morde untersucht, sondern der Überdosis von Drogen, Unfällen oder natürlichen Ursachen zugeschrieben.

"Er spricht über Fälle, die bis zu 50 Jahre zurückliegen, und er nennt Details zu diesen verschiedenen Morden", sagte der texanische Staatsanwalt Bobby Bland der Nachrichtenagentur AFP im Dezember. "Keine seiner Erklärungen hat sich als falsch erwiesen." Sollten sich alle 90 Morde bestätigen, wäre Little der schlimmste bekannte Serienmörder in der US-Geschichte.

Die Festnahme des Ex-Boxers

Der Ex-Boxer war 2012 in einer Obdachlosenunterkunft im US-Bundesstaat Kentucky festgenommen und wegen Drogenvergehen nach Kalifornien überstellt worden. DNA-Tests brachten ihn dann mit drei unaufgeklärten Frauenmorden in Verbindung, die zwischen 1987 und 1989 in Los Angeles verübt worden waren. 2014 wurde er deswegen zu lebenslanger Haft verurteilt.

Wegen eines anderen Mordfalls aus dem Jahr 1994 wurde Little später nach Texas überstellt - und gestand dann dutzende weitere Morde. Die Bundespolizei FBI arbeitet mit Behörden im ganzen Land zusammen, um die Angaben des Mörders zu überprüfen und sie mit nicht aufgeklärten Fällen abzugleichen.

(be/afp)