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80 tote Extremisten in fünf Wochen

4.11.2019 22:52 Uhr

In Ägypten sind bei Anti-Terror-Einsätzen auf der Sinai-Halbinsel innerhalb von rund fünf Wochen mehr als 80 Extremisten getötet worden. Bei den Razzien im Nordsinai seien seit Ende September auch Waffen, Munition und Sprengsätze gefunden worden, teilte das ägyptische Militär am Montag mit. Die Luftwaffe habe etwa ein Dutzend Verstecke, 115 Geländefahrzeuge und zwei Tunnel zerstört. Mehr als 60 Verdächtige seien festgenommen worden.

Im Norden der Sinai-Halbinsel kommt es immer wieder zu Anschlägen. Hier sind ein Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und verbündete Gruppen der Terrororganisation Al-Kaida aktiv. Die Anschläge hatten zugenommen, nachdem der islamistische Präsident Mohammed Mursi 2013 nach einem Militärputsch aus dem Amt gedrängt worden war. Seitdem sind Hunderte ägyptische Sicherheitskräfte bei Angriffen getötet worden, zu denen sich meist der IS bekannte.

Nordsinai ist verarmt

Präsident Abdel Fattah al-Sisi hatte die Zahl der Einsätze nach seinem Amtsantritt 2014 deutlich erhöht, sehr erfolgreich war seine Strategie Beobachtern zufolge bisher nicht. Trotz einer 444 000 Mann starken Armee und US-Militärhilfe in Milliardenhöhe sei Ägypten bisher nicht in der Lage gewesen, "schätzungsweise 600 bis 1000 Rebellen in Schach zu halten, geschweige denn zurückzudrängen", schrieb ein Analyst vom Washington Institute etwa im Mai 2017.

Der Nordsinai ist eine verarmte und schwer vernachlässigte Gegend. Die Regierung hatte im August 2018 angekündigt, die Region mit einem Budget von umgerechnet 13,8 Milliarden Euro stabilisieren zu wollen. Mit dem Geld sollen bis zum Jahr 2022 unter anderem Wohnungen, Krankenhäuser und Schulen gebaut werden.

(an/dpa)

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