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78-jährige Frau betrogen: "Falsche Polizisten" in der Türkei festgenommen

29.5.2020 21:04 Uhr

Fahndungserfolg in Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Türkei: In der türkischen Millionenstadt Bursa haben Sicherheitskräfte einer Betrüger-Bande eine Falle gestellt und konnten sie so schnappen.

Die mutmaßlichen Mitglieder der Bande, zwei Frauen (38 und 46 Jahre alt) sowie ein Mann (48), sollen sich deutschlandweit gegenüber älteren Menschen als falsche Polizisten ausgegeben haben. Dabei versuchten sie immer wieder Geld zu erpressen. Bei einer fingierten Geldübergabe in Bursa flog das Trio nun auf.

Die türkischen Fahnder stellten nach weiteren Ermittlungen zudem 25.000 Euro in bar und einen elektronischen Datenträger sicher. Es ist nicht das erste Mal, dass Deutschland und die Türkei einen gemeinsamen Fahndungserfolg landen. Erst im Februar waren der Polizei bei einer Razzia Verdächtige einer dreisten Callcenter-Masche in Netz gegangen.

Geld oder Gefängnis

Im konkreten Fall hatte das Trio in Osnabrück versucht, eine 78-Jährige mit einer klassischen Betrugs-Masche auszurauben. Sie hatten sich als Polizisten ausgegeben und der älteren Dame bei einem Anruf erklärt, dass gegen sie ein Haftbefehl vorliege. Wenn sie eine fünfstellige Summe in die Türkei schicken würde, könne sie dem Gefängnis entgehen, so der Vorwand.

Gesagt, getan: Immer wieder ging die Seniorin zur Bank, hob Geld von ihrem Konto ab und schickte dieses an die vorgegebene Adresse. Eine Bankmitarbeiterin wurde aber skeptisch und informierte die Polizei. Die Beamten hatten Glück, dass die Rentnerin noch mit den Tätern in Kontakt stand. Denn so konnte die Bande schließlich überführt werden. Auch die betrogene Frau konnte sich letztlich freuen: Der Zoll in der Türkei hatte einige Geldsendungen als verdächtig eingestuft und nicht weitergeleitet. So landete zumindest die Hälfte des Geldes wieder auf ihrem Konto.

(bl)

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