Hürriyet

7312 Ausländer erhielten seit 2017 die türkische Staatsbürgerschaft

23.11.2020 11:43 Uhr

Im Jahr 2017 hat die türkische Regierung ein spezielles Einbürgerungs-Programm gestartet. Seitdem haben 7312 Ausländer die türkische Staatsbürgerschaft angenommen, berichtet die türkische Tageszeitung "Milliyet" und beruft sich auf Zahlen aus dem Innenministerium.

Demnach konnte jeder Ausländer, der seit 2017 mindestens eine Millionen Dollar (rund 842.000 Euro) in der Türkei investiert, den türkischen Pass beantragen. Am 18. September 2018 wurde die Grenze auf 250.000 Dollar (211.000 Euro) gesenkt. Daraufhin kam es zu einem sprunghaften Anstieg der Einbürgerungen.

Iraner investieren am meisten

Waren es im Jahr 2017 lediglich 70 Personen, die den türkischen Pass aufgrund von Investitionen erhielten, waren es seit September 2018 bereits 7242 Ausländer aus 93 Ländern, die eingebürgert wurden. Unter dieser Investorengruppe waren 1690 Iraner, gefolgt von 994 Afghanen, 920 Irakern und 786 Jemeniten. Unter anderem investierten auch 71 US-Bürger 250.000 Dollar, allerdings wollten sich nur drei Deutsche auf diesem Wege einbürgern lassen. Inwieweit sich die Corona-Pandemie in der Türkei in diesem Jahr auf das Einbürgerungs-Programm ausgewirkt hat, schreibt "Milliyet" nicht.

(mb)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.