Hürriyet Daily News

64 Festnahmen in der Türkei wegen Social-Media-Posts

20.3.2020 20:59 Uhr

Laut Angaben des türkischen Innenministeriums hat die Türkei 64 Personen festgenommen, weil sie in den sozialen Medien "unbegründete und provokative" Beiträge über den tödlichen Ausbruch des Coronavirus geteilt oder selbst verfasst haben, wie Hürriyet Daily News berichtet. Zum aktuellen Zeitpunkt sind in der Türkei nach offiziellen Angaben vier Menschen am Coronavirus verstorben und die Zahl der Infizierten hat sich Stand Donnerstagnacht von 191 auf 359 nahezu verdoppelt. Mit Spannung wird bereits darauf gewartet, welche Zahl Gesundheitsminister Fahrettin Koca zum Tageswechsel in dieser Nacht bekanntgeben wird.

Das Innenministerium teilte in der Sache mit, dass 64 von 242 Verdächtigen festgenommen wurden, weil sie seit dem 11. März angeblich "unbegründete und provokative Coronavirus-Beiträge" in den sozialen Medien veröffentlicht haben. Um welche Inhalte es sich dabei explizit handelt und ab wann ein Post auf den Social Media "begründet" oder "unbegründet" ist, wurde bisher nicht kommuniziert. Während einige Personen umgehend nach einer Befragung wieder freigelassen wurden, wurde die Haftfortsetzung für andere bestimmte Fälle angeordnet, teilte das Innenministerium in einer Erklärung mit.

Am 11. März meldete die Türkei als letzte der großen Volkswirtschaften offiziell ihren ersten Fall des Coronavirus. Gesundheitsminister Fahrettin Koca kommunizierte der Öffentlichkeit am späten 19. März um kurz vor Mitternacht Ortszeit (kurz vor 22 Uhr MEZ) 168 neue bestätigte Fälle, womit sich die Zahl auf 359 erhöhte. Bisher wurden vier Todesfälle gemeldet. Auch für den späten Freitagabend am 20. März wird mit einem Bulletin des Gesundheitsministers gerechnet.

(ce)

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