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64:0 unterlag Südkorea gegen Ungarn

15.7.2019 8:10 Uhr

19 Jahre und jünger sind die Wasserballerinnen aus Südkorea durch die Bank, die in "Rekordzeit" aus dem Schwimmteam des Landes zusammengecastet wurden, um an der Wasserball-WM vor heimischem Publikum teilzunehmen. Und das rächte sich im Wasser gegen den ehemaligen Weltmeister Ungarn bitter. 64:0 lautete das Endergebnis, das eine Rekordniederlage bei einer WM darstellt. Zwei Gegentore pro Minute kassiert - auch das muss man erst einmal schaffen. Doch die Südkoreanerinnen nahmen es sportlich.

Nach zwei Minuten stand es schon 0:5, dann ließen es die Wasserballerinnen des zweimaligen Weltmeisters Ungarn etwas ruhiger angehen - sie trafen im Schnitt nur noch zweimal pro Minute. 64:0 hieß es am Ende gegen die WM-Neulinge aus Südkorea, die im Heim-Becken von Gwangju ein historisches Debakel erlebten. Bisher hatten die neuseeländischen Männer mit dem 1:38 gegen Kroatien 1994 in Rom den WM-Rekord für die höchste Niederlage gehalten.

Zwei Monate Vorbereitungszeit

"Wir haben uns nach dem Spiel gesagt, dass wir es beim nächsten Mal besser machen", sagte Südkoreas Spielerin Song Ye-Seo: "Wir sind ein Team, das noch erwachsen werden muss. Es war trotzdem eine Ehre, gegen eine Mannschaft zu spielen, die wir bisher nur auf YouTube gesehen haben."

Die WM-Gastgeber hatten erst vor einem Monat hastig ein Team zusammengestellt - aus früheren Schwimmern, die bis auf Kapitänin und Torhüterin Oh Hee-Ji (23) alle 2000 oder später geboren wurden. Körperlich waren die Koreanerinnen so unterlegen, dass sie kaum den Ball zur Mitspielerin brachten. Die 18-jährige Song gab im ersten Viertel den einzigen Wurf aufs ungarische Tor ab. Oh und ihr Ersatz Kim Min-Ju wehrten auf der anderen Seite im gesamten Spiel nur drei Würfe ab.

(ce/afp)

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