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5G: Firmen klagen gegen Vergaberegeln

2.1.2019 19:07 Uhr

Insgesamt neun Unternehmen haben gegen die Auflagen zur Vergabe der neuen Mobilfunkfrequenzen gegen die Bundesnetzagentur geklagt. Außer den drei Netzbetreibern Telekom, Vodafone und Telefónica habe unter anderem auch das Unternehmen United Internet Klage vor dem Verwaltungsgericht Köln eingereicht, berichtete der "Tagesspiegel" in seiner Donnerstagsausgabe. Demnach klagten auch die regionalen Telekommunikationsanbieter Netcologne und Wilhelm.tel.

"Unsere Kritik gegen das Verfahren ist ja bekannt, um unsere Rechtsansprüche zu sichern haben wir auch Klage eingereicht", sagte ein Sprecher von United Internet der Zeitung. Das Unternehmen erwägt demnach, als vierter Netzbetreiber einzusteigen, bemängelt jedoch unter anderem ein fehlendes nationales Roaming.

5G soll LTE ablösen

Der neue Mobilfunkstandard 5G soll Schritt für Schritt die derzeitige Vorgängertechnik LTE ablösen. Die Frequenzen sollen im Frühjahr versteigert werden. Zu den Auflagen gehört unter anderem, dass die Bieter bis Ende 2022 mindestens 98 Prozent der Haushalte je Bundesland, alle Bundesautobahnen, die wichtigsten Bundesstraßen sowie die wichtigsten Schienenwege mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) versorgen müssen.

Das sogenannte Roaming ist dabei der Knackpunkt beim neuen Mobilfunkstandard. Damit ist gemeint, dass Kunden eines Anbieters in Funklöchern automatisch auf die Netze der Konkurrenten umgeleitet werden. Die Vergabebedingungen der Bundesnetzagentur sehen bislang lediglich vor, dass die Anbieter hierbei über Kooperationen verhandeln müssen.

(an/afp)

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