Symbolbild: imago images/Rene Traut

54 Migranten vor Libyen aufgenommen

4.7.2019 22:10 Uhr

Das Drama um das Rettungsschiff "Sea-Watch 3" ist gerade erst zu Ende gegangen, da hat eine andere Hilfsorganisation Migranten vor Libyen mit ihrem Schiff aufgenommen.

54 Schiffbrüchige seien gerettet worden, teilte die italienische NGO Mediterranea Saving Humans am Donnerstag mit. An Bord der "Alex Mediterranea" seien auch vier Kinder und drei Schwangere. "Wir sind enorm glücklich, 54 Menschen aus der Hölle Libyen entrissen zu haben." Es sei nun sofort ein sicherer Hafen notwendig.

"Sea-Watch 3" war zwei Wochen auf See

Italiens Innenminister Matteo Salvini wehrte ab. Das Schiff solle nach Tunesien fahren, erklärte er. Vor Tunesien war es allerdings erst am Donnerstag zu einem neuen Bootsunglück gekommen. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) befürchtete Dutzende Tote. Viele Migranten starben kürzlich bei einem Luftangriff auf ein Internierungslager in Libyen.

Das Schiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch war mit Dutzenden Migranten mehr als zwei Wochen auf dem Meer blockiert, bevor die Kapitänin Carola Rackete trotz Verbots der italienischen Regierung in den Hafen von Lampedusa gefahren ist.

(an/dpa)

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