Hürriyet

4:0 - Türkei überzeugt bei Auswärtssieg in Moldawien

10.9.2019 23:08 Uhr, von Chris Ehrhardt

Für die Türkei ging es beim Auswärtsspiel gegen Moldawien, Platz 171 in der FIFA-Weltrangliste, um Wiedergutmachung für die eher schwache Vorstellung gegen Andorra, die mit einem glücklichen 1:0-Sieg kurz vor Spielende noch glimpflich ablief. Und das ist der türkischen Mannschaft gelungen. Nach einer durchwachsenen ersten Hälfte konnte man dann, als beim unterklassigen Gegner die Kräfte in der zweiten Hälfte sichtbar nachließen, doch noch einen standesgemäßen 4:0-Auswärtssieg einfahren.

Die erste Hälfte lief nicht so sonderlich gut für das türkische Team. Die Moldauer kämpften mit Mann und Maus gegen einen Treffer der Türkei und hatten dabei sogar noch Luft, gelegentliche Entlastungsangriffe zu starten, die nicht ungefährlich waren. Doch in der 37. Minute war es "der Junge aus Wetzlar", Cenk Tosun, der das türkische Team erlöste. Einen langen Ball von Ozan Tufan nutzte der ehemalige Frankfurter und brachte das Runde sehenswert in Torjägermanier ins Eckige – 0:1. Dabei blieb es dann aber auch in der ersten Hälfte, denn Moldawien zeigte sich sehr engagiert. Doch da stellte sich bereits die Frage, würde das Team den langen Wegen, die man ging, um die Türkei am Torerfolg zu hindern, Tribut zollen müssen.

Island verliert überraschend in Albanien

In der zweiten Hälfte zeigte sich dann, dass die Befürchtungen hinsichtlich der konditionellen Fähigkeiten der Moldauer richtig sein sollten. Die Kräfte ließen nach und es traten Unsauberkeiten in den Attacken auf. In der 57. Minute nutzte der in Enschede in den Niederlanden geborene Deniz Türüc eine solche Situation, die zu einem Freistoß führte. Er setzte den Freistoß per Sonntagsschuss perfekt aus Keepersicht ins linke untere Eck – 0:2. Nun schienen die Dämme zu brechen. In der 79. Minute gab es dann eine "deutsch-deutsche Kooperation", die zum entscheidenden 0:3 führte. Der Mannheimer Hakan Calhanoglu zimmerte einen Ball ans Quergebälk und der Abpraller netzte wieder der Hesse Cenk Tosun ein – 0:3. Den Schlusspunkt setzte in der 88. Spielminute Yusuf Yazici, der gerade erst von Trabzonspor zu LOSC Lille gewechselt ist. Mit Druck marschierte er auf die Moldauer-Kiste und nagelte das Spielgerät unhaltbar in die Maschen – 0:4.

Zeitgleich zum Spiel der Türkei spielte in der Gruppe H auch Island, einer der Topwettbewerber um den zweiten Tabellenplatz, der zur direkten Qualifikation zur Europameisterschaft berechtigt, in Albanien. Und da geschah dann ein kleines Wunder, denn die Wikinger unterlagen den Albanern überraschend mit 4:2. Dadurch hat die Türkei den zweiten Platz gefestigt und ist punktgleich mit Frankreich, das am Abend in Andorra antrat. Frankreich siegte durch Tore von Coman, Lenglet und Ben Yedder mit 3:0 und bleibt damit auf dem ersten Platz der Gruppe.

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