Stephan Witte/dpa

37-jähriger Türke bei Angriff auf Polizei erschossen

6.1.2020 11:36 Uhr

In Gelsenkirchen ist am Sonntagabend ein 37-jähriger türkischer Staatsbürger, der sich bereits seit mehreren Jahren in Deutschland aufhält und der wegen diverser Gewaltdelikte polizeibekannt war, bei einem Angriff auf Polizeibeamte vor der Polizeiwache Gelsenkirchen Süd im Zuge der Gefahrenabwehr niedergeschossen worden. Reanimationsversuche der hinzugezogenen Rettungsdienste schlugen fehl und der 37-jährige Angreifer verstarb noch vor Ort. Seitens der Polizei Gelsenkirchen, der Polizei Münster und der Staatsanwaltschaft wird auch in Richtung eines Terroranschlags ermittelt, weil der später Verstorbene während seiner Attacke auf die Polizei "Allahu Ekber" (Gott ist groß) gerufen haben soll.

Am frühen Sonntagabend um rund Viertel vor Acht ist ein 37-jähriger türkischer Staatsbürger, der bereits mehrere Jahre in Deutschland aufhältig war, vor der Polizeiwache Gelsenkirchen Süd auf Beamte zugelaufen. Die Beamten hielten sich dem Vernehmen nach an einem Einsatzwagen auf. Aus dem Nichts soll der 37-Jährige mit einem Knüppel auf ein Fahrzeug der Polizei eingeschlagen haben. Die Aufforderung stehenzubleiben wurde vom 37-Jährigen ignoriert und er soll sich in drohender Haltung mit einem Stock sowie einem Messer bewaffnet auf die Beamten vor Ort zubewegt haben. Auch weitere Warnungen der Polizei sollen ignoriert worden sein.

Psychische Probleme und religiöse Radikalisierung

Während der Mann auf die Beamten zuging, soll er nach Zeugenaussagen "Allahu Ekber" (Gott ist groß) gerufen haben. Im Zuge der Gefahrenabwehr hat einer der beiden anwesenden Polizeibeamten, ein 23-jähriger Kommissaranwärter, von der Schusswaffe Gebrauch gemacht und den Angreifer niedergeschossen. Nach der Schussabgabe wurde unverzüglich der Notarzt gerufen, der versuchte, den Niedergeschossenen zu reanimieren. Die Versuche schlugen fehl und der Angreifer verstarb am Sonntagabend noch am Tatort. Der 23-jährige Polizist wird derzeit notfallseelsorgerisch betreut.

Die Ermittlungen in der Sache wurden, wegen der tödlichen Schussabgabe und des möglichen terroristischen Hintergrundes des Angreifers, von der Polizei Münster übernommen. Als denkbare Motivationslage zum Angriff auf die Beamten gilt zum aktuellen Zeitpunkt beim wegen Gewaltdelikten polizeibekannten Täter eine Mischung aus "psychischen Problemen und religiöser Radikalisierung".

Die Polizei ruft dazu auf, dass sich Zeugen des Vorganges unter der kostenfreien Rufnummer 0800 - 3040303 mit der Polizei in Verbindung setzen können.

(Hürriyet.de)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.