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300 Yak-Rinder im Himalaya wegen Eis und Schnee verendet

12.5.2019 16:24 Uhr

Der letzte Winter war selbst für die Verhältnisse im indischen Teil des Himalaya ungewöhnlich hart. Drastische Schneemengen sorgten dafür, dass einige Gebiete komplett von der Außenwelt abgeschnitten waren. Durch diesen Umstand blieben Futterlieferungen aus und viele Tiere verendeten qualvoll. Nun will die Regierung die betroffenen Bauern entschädigen. Unklar ist jedoch noch die Menge an verendeten Tieren.

Mindestens 300 Yak-Rinder sind im indischen Teil des Himalayas während des vergangenen Winters an Hunger und Kälte gestorben. Außergewöhnlich heftige Schneefälle hätten das abgelegene Mukuthang-Tal im nordöstlichen Bundesstaat Sikkim ab Dezember von der Außenwelt abgeschnitten und für die Bauern die Versorgung der Tiere unmöglich gemacht, sagte Kumar Yadav, ein Vertreter der örtlichen Behörden, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Die Eigentümer hätten sogar von 500 verendeten Yaks gesprochen.

Ganze Regionen im Himalya von der Außenwelt abgeschnitten

Nach heftigen Schneefällen hätten im Dezember rund 50 Menschen in dem Tal bei den Behörden Hilfe angefordert, da das Futter für rund 1500 Yaks zur Neige ging. Einsatzkräfte konnten wegen neuer Schneefälle jedoch lange nicht in das Tal vordringen. Wegen des anhaltenden Winterwetters wuchs im Frühling auch kein frisches Gras. Derzeit prüfen die Behörden noch, wie viele Tiere insgesamt dem Winter erlegen sind. 50 Yaks wurden tierärztlich versorgt. Laut Yadav wird mit den Eigentümern verhandelt, wo und wie die toten Tiere begraben werden. Zudem sollen die betroffenen Familien unterstützt werden.

Yaks sind eine mit dem ausgestorbenen europäischen Auerochsen verwandte Rinderart. Die zotteligen Tiere sind in Zentralasien verbreitet. Wegen ihrer charakteristischen Laute werden sie auch Grunzochsen genannt.

(ce/afp)