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300 Liter Kunstblut vor dem Eiffelturm ausgegossen

12.5.2019 15:03 Uhr

Umweltaktivisten der Klimaschutzbewegung Extinction Rebellion haben auf den Treppenstufen des Tocadero-Platzes vor dem Eiffelturm rund 300 Liter Kunstblut - vor den Augen der Touristen und Polizei. Sie wollen mit der Aktion am Sonntag auf das weltweite Artensterben aufmerksam machen.

Dabei schwenkten sie Banner mit der Aufschrift "Stoppt das sechste Massenaussterben". Nach einigen Minuten Stille säuberten sie den Platz wieder. In Bordeaux im Südwesten Frankreichs wurden am Sonntag sechs Mitglieder der Gruppe festgenommen, nachdem sie in der Nacht an einem Baugerüst vor der Industrie- und Handelskammer ein Banner aufgehängt hatten.

Eine Millionen Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht

Der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) hatte am Montag in Paris einen umfassenden Bericht zur Artenvielfalt vorgestellt. Darin warnen die Wissenschaftler, dass rund eine Million der geschätzt acht Millionen Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind. Die Gruppe Extinction Rebellion wurde im vergangenen Jahr von britischen Wissenschaftlern gegründet und ist eine der am schnellsten wachsenden Umweltbewegungen. Sie fordert von den Staaten, einen Klima-Notstand auszurufen, die Emissionen von Treibhausgasen bis 2025 auf Null zu senken und das Artensterben zu stoppen.

(be/afp)