epa/FABRICE COFFRINI / POOL

30 Jahre World Wide Web

12.3.2019 11:53 Uhr

Eigentlich wollte der britische Forscher Tim Berners-Lee vor 30 Jahren vor allem das berüchtigte Informationschaos an der europäischen Organisation für Kernforschung (Cern) in Grenzen einhalten und hat deshalb ein umfassendes Informationsnetz eingerichtet. Doch sein Papier zu einer neuen Art des Informationsmanagements legte im März 1989 das theoretische Fundament für das World Wide Web. Der Physiker und Cern feiern heute ihr Jubiläum.

"Es war eine Vision, die die Gesellschaft und die Art, wie wir Informationen bekommen und uns global vernetzen, verändert", sagte die Cern-Generaldirektorin Fabiola Gianotti am Dienstag in Genf. "Wir feiern die Vision und die unglaublichen Möglichkeiten, die das Web für die Gesellschaft geschaffen hat." Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung, fast vier Milliarden Menschen seien inzwischen Online. Es gebe zwei Milliarden Webseiten.

Mit 'Solid' eigene Daten selbst verwalten

Weil Cern damals wie heute Forschung zum Nutzen aller betreibe und seine Software öffentlich zur Verfügung stellte, sei die Entwicklung überhaupt nur möglich gewesen, sagte Berners-Lee. Dass Daten von Nutzern nun kommerziell ausgeschlachtet werden, sei nicht geplant gewesen. Er warnte vor Datenmissbrauch. Berners-Lee verwies auf sein im Herbst 2018 erstmals vorgestelltes Projekt Solid. Es soll Nutzern ermöglichen, ihre persönlichen Informationen und Daten selbst zu verwalten anstatt sie Konzernen wie Facebook oder Google zu überlassen, die damit Geschäfte machen.

(sis/dpa)

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