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30 Jahre Haft für kongolesischen Rebellenchef Ntaganda

7.11.2019 13:51 Uhr

Massaker, Vergewaltigungen, sexuelle Versklavung - die Liste der Vorwürfe gegen kongolesischen Rebellenchef Bosco Ntaganda sind lang. Jetzt wurde er vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag (IStGH) wegen "besonders grausamer" Verbrechen zu 30 Jahren Haft verurteilt.

Die Strafe gegen den unter dem Namen "Terminator" berühmt-berüchtigt gewordenen Angeklagten wurde am Donnerstag wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verhängt. Es ist die höchste Strafe, die das 2002 ins Leben gerufene Gericht bisher aussprach. Richter Robert Flemr begründete das Strafmaß damit, dass die von Ntaganda begangenen Verbrechen "besonders grausam" gewesen seien.

Brutaler Anführer der Tutsi-Rebellen

Der mit dem Spitznamen "Terminator" bedachte Kriegsherr galt in den Jahren 2002 und 2003 als ein besonders brutaler Anführer der Tutsi-Rebellen im Konflikt um die Rohstoffvorkommen in der Region Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo. Er wird für mehrere Massaker, Vergewaltigungen und sexuelle Versklavung verantwortlich gemacht. Unter den Opfern waren auch Kinder und Säuglinge. Der 46-Jährige war im Juli vom IStGH in 13 Fällen wegen Kriegsverbrechen und in fünf Fällen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit für schuldig befunden worden. Gegen dieses Urteil hat Ntaganda, der sich 2013 freiwillig dem Gericht gestellt hatte, bereits Berufung eingelegt. Er kann eine solche auch gegen das nun verkündete Strafmaß einlegen. Der Konflikt um Ituri hatte 1999 begonnen. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wurden bei den jahrelangen Kämpfen um die Kontrolle der Region mehr als 60.000 Menschen getötet.

(be/afp)

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