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30 Jahre friedliche Revolution

6.6.2019 12:40 Uhr

Mit einer Würdigung hat der Bundestag der friedlichen Revolution in der DDR vor 30 Jahren gedacht. "Die Mauer ist nicht einfach umgefallen, sondern sie wurde aktiv zum Einstürzen gebracht", sagte der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Christian Hirte (CDU), am Donnerstag im Plenum.

Die Bürger in der DDR hätten sich Freiheit und Demokratie selbst erkämpft. Dieses Jahrhundertereignis verdiene Wertschätzung.

Hohes persönliches Risiko der Demonstranten

Hirte erinnerte daran, dass im Sommer 1989 noch längst nicht klar gewesen sei, wohin der Weg der DDR gehen würde. "Demokratie und Einheit kamen gerade nicht von selbst. Sie herbeizuführen erforderte hohes persönliches Risiko, auch für die Familien. Dafür schuldet unser Land den Mutigen in der DDR Respekt und Dank."

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) kritisierte, auch 30 Jahre nach der friedlichen Revolution gebe es noch viele Unterschiede zwischen Ost und West, etwa bei der Rente und bei Tariflöhnen. Diese müssten beseitigt werden. Dabei sollten die Deutschen aus der friedlichen Revolution von 1989 eines gelernt haben: "Schaffen könne wir das alles nur im Miteinander und nicht in Spaltung, in Hetze oder in Intoleranz."

(an/dpa)