Hürriyet

3,2 Millionen Beschäftigte in der Türkei profitieren vom Kurzarbeitergeld

28.4.2020 16:41 Uhr

Mitten in der Corona-Krise wird das Kurzarbeitergeld in der Türkei stark nachgefragt. Bislang haben rund 292.000 Unternehmen einen Antrag gestellt, an 3,2 Millionen Beschäftigte wird bereits Geld ausgezahlt. Das teilte das Arbeitsministerium mit.

Die Arbeitsministerin zeigt sich zufrieden und betonte, dass es bei der Antragstellung keine Hürden gebe. "Unternehmen aus allen Branchen können sich bewerben", schrieb Zehra Zümrüt Selcuk beim Kurznachrichtendienst Twitter.

Handwerker überwiegen

Derzeit kommen die Kurzarbeiter hauptsächlich aus dem Handwerk (39 Prozent), gefolgt von dem Einzel- und Großhandel (15), dem Hotel- und Gaststättengewerbe (12) und dem Bildungssektor (6). Die restlichen 26 Prozent betreffen verschiedene Branchen.

Die Regierung zahlt 60 Prozent des letzten Nettolohns für einen Zeitraum von drei Monaten - innerhalb einer Spanne von 1752 Lira (rund 230 Euro) bis 4.381 Lira ( 575 Euro). Zudem finanziert das Arbeitsministerium ein Tagegeld von 39,24 Lira (etwa 5 Euro) für einen Zeitraum von drei Monaten an Beschäftige, die gezwungen sind, unbezahlten Urlaub zu nehmen.

Um durch die strengen Corona-Einschränkungen eine Massenarbeitslosigkeit zu verhindern, verabschiedete die Regierung um Präsident Recep Tayyip Erdogan Anfang April ein Gesetz, das den Unternehmen während der COVID-19-Pandemie für einen Zeitraum von drei Monaten untersagt, Arbeitnehmer zu entlassen.

1,5 Millionen Haushalte bekommen Strom-Beihilfe

Selcuk teilte außerdem mit, dass insgesamt 1,5 Millionen Haushalte in der Türkei von dem im März 2019 gestarteten Programm zur Förderung des Stromverbrauchs profitieren würden.

Im Rahmen des Programms zahlt das Ministerium für Familie, Arbeit und soziale Dienste jedem Haushalt bis zu 150 Kilowatt Strom. Je nach Größe der Familie variiert die Beihilfe zwischen 53 Lira (7 Euro) und 106 Lira (etwa 14 Euro).

(bl)

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