AFP

27-jährige Afghanin in Flüchtlingslager auf Lesbos bei Brand getötet

5.12.2019 18:13 Uhr

In einem Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos ist es zu einem tragischen Unglück gekommen. In den frühen Morgenstunden war vermutlich eine Gasflasche explodiert, die als Heizquelle diente. Dabei entstand ein Feuer und eine 27-jährige Afghanin wurde getötet. Der Ehemann brachte sich und die drei Kinder zunächst in Sicherheit und wollte danach seine retten. Dabei sei er, so seine Angaben zum Hergang, in Ohnmacht gefallen.

Im Lager Karatepe leben nach Angaben von Hilfsorganisationen mehr als 1300 Menschen. Oftmals werden besonders gefährdete Flüchtlinge aus dem Lager Moria nach Karatepe verlegt, weil die Lebensumstände in Moria noch schwieriger sind. Auf Lesbos und drei weiteren Ägäis-Inseln leben derzeit mehr als 37.000 Menschen in Lagern, die nur für die Aufnahme von 6300 Menschen ausgelegt sind.

Athen will Menschen von den Iseln aufs Festland bringen

"Die Lage ist dringlich und wir müssen eine Lösung finden", sagte die neue EU-Innenkommissarin Ylva Johannson. Sie und der EU-Kommissar für die Förderung der europäischen Lebensweise, Margaritis Schinas, trafen sich am Donnerstag mit dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis in Athen zu Gesprächen über die Lage von Flüchtlingen auf den Ägäis-Inseln.

Die Regierung in Athen strebt an, rund 20.000 Menschen aus den Lagern auf den Ägäis-Inseln aufs griechische Festland zu verlegen. Darüber hinaus erwartet sie von den Regierungen anderer EU-Staaten Mithilfe bei der Bewältigung der Belastungen aus dem Andrang von Flüchtlingen.

(ce/afp)

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