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25 Türken in Argentinien gestrandet

29.4.2020 10:07 Uhr, von Andreas Neubrand

25 Touristen und Studenten aus der Türkei sind derzeit in Argentinien gestrandet. Doch weil die Grenzen geschlossen und die Flüge gecancelt sind, können sie nicht in die Türkei zurückkehren. Doch die Türkei hat keine Rückholaktionen aus Lateinamerika geplant und das, obwohl viele türkische Staatsbürger aus vielen Teilen der Welt evakuiert wurden.

Eine von ihnen ist Gözde Orgun die vor der Corona-Pandemie nach Argentinien reiste und nun in der Stadt Santa Cruez festsitzt. "Der erste Corona-Fall in Argentinien wurde am 13. März entdeckt und die Vorsichtsmaßnahmen wurden am nächsten Tag eingeführt", so Orgun. Zu diesem Zeitpunkt wohnte sie mit ihrem Freund und ihrem Hund.

Verbot, die Stadt zu betreten

Von heute auf morgen durften sie die Stadt nicht mehr betreten und mussten von einem lokalen Bauern mit Lebensmitteln versorgt werden. Erst, als die Presse auf ihren Fall aufmerksam wurde, änderten die Behörden ihre Bestimmungen.

"Da Hotels und Hostels geschlossen sind haben wir ein Haus zu einem sehr hohen Preis gemietet. Außerdem gab es nur noch zwei Flüge in die Türkei", sagte sie. "Aber da seit dem Ausbruch der Corona-Krise keine Haustiere in die Türkei einreisen dürfen, können sie nicht das Land verlassen", bemerkte sie.

Bitte um Evakuierung

Sie und weitere Reisende aus der Türkei haben sich an die Botschaft und das Presidential Communication Center (CIMER) gewandt und eine Evakuierung beantragt. Außerdem haben sie mit einem selbstgedrehten Video in den sozialen Netzwerken um Hilfe gebeten.

"Das Außenministerium hat uns über die sozialen Medien kontaktiert und mitgeteilt, dass die Evakuierungsmöglichkeiten der Bürger aus Lateinamerika geprüft werde", so Orgun. "In Argentinien herrscht derzeit eine Ausgangssperre. Unsere Familien machen sich große Sorgen um uns. Wir wollen zurück in die Türkei", fügte sie hinzu.

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