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25 Jahre ohne Kurt Cobain

5.4.2019 17:31 Uhr, von Simge Selvi

Eine Überdosis Heroin und einen Schuss in den Kopf - das Ende eines Lebens. Eines Lebens, das in die Gesichte einging. Denn ohne Kurt Cobain (1967 - 1994) hätte es niemals die Band namens Nirvana gegeben - zumindest nicht so, wie es sie einst gab. Und auch die Grunge-Bewegung hätte sie nicht prägen können. Heute, am 5. April 2019, ist der 25. Jahrestag des Frontsängers Kurt Cobain.

Nirvana steht nicht nur für eine Musikrichtung oder für den Sänger Kurt Cobain, sondern für eine ganze Jugendbewegung. Und auch heute noch, 25 Jahre nach dem letzten Konzert und dem Tod des Sängers, prägt Nirvana die musikalische Nachwelt.

Ängste, Langeweilge, Ausgrenzungen, Mobbing - das mögen die Gründe dafür sein, warum die Band immer mehr Jugendliche um 1990 anzog. Aber auch Songtexte, die sich um Selbstmord, Drogen, Missbrauch und am Weltschmerz drehten, gepaart mit rockig-düsterem Gitarrensound, zog immer mehr junge Menschen an.

Der Überlebenskampf Cobains

Der Kampf ums Überleben war es, den Kurt Cobain mit sich austrug. Der tagtägliche Versuch, sich mit einer Welt zu identifizieren, die fremd erscheint. Dennoch soll man überleben, die eigene Existenz soll gesichert werden - das wird zumindest erwartet. Der existenzielle Kampf ums aufgedrängte Leben muss gekämpft werden - so scheint das Leben für Kurt Cobain gewesen zu sein. "Alles hat man herausgefunden, nur nicht, wie man lebt", sagte einmal der Philosoph Jean-Paul Sartre. Ein Satz, der von Cobain hätte sein können.

Songs wie "Smells Like Teen Spirit" oder "Come As You Are" brachten den Durchbruch, Nirvana wurde immer populärer. Immer mehr Konzerte, immer mehr Fans, immer mehr Schlagzeilen - positiv wie negativ. Der Hype um die Person Kurt Cobain und Nirvana wurde immer größer. Für Kurt Cobain: Viel zu viel. Bevor er die Kontrolle verlor, setzte er sich einen Schuss in den Kopf. “It’s better to burn out than to fade away” - Dieser letzte Satz seines Abschiedsbriefs fasst den Überlebenskampf Cobains zusammen, den er zu verlieren glaubte.

Dennoch: Die Authentizität und Aufrichtigkeit seiner Texte werden niemals in Vergessenheit geraten.