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24 Stunden Social-Media-Ruhe der England-Profis

19.4.2019 13:41 Uhr

Keine Fußbreite dem Rassismus im Fußball. Das will die englische Spielervereinigung FPA über einen Social-Media-Boykott der Profis erreichen. Ab 9.00 Uhr Ortszeit sollen die Smartphones, Tablets und Rechner der Profis die Social Media meiden. Das Ganze läuft unter dem Hashtag #Enough und wartet auf Nachahmer.

Auch der deutsche Nationalspieler Antonio Rüdiger gehörte zu den Unterstützern. "Wir beziehen Stellung gegen Rassismus", schrieb der Verteidiger des FC Chelsea: "Wir kennen unsere Verantwortung, und wir weisen Social-Media-Plattformen und Fußballverbände darauf hin, dass auch sie mehr unternehmen müssen." Für Aufsehen hatte zuletzt etwa der Eklat um den englischen Nationalspieler Danny Rose gesorgt. Der 28-Jährige wurde während des EM-Qualifikationsspiels in Montenegro (5:1) im März von Zuschauern fortlaufend rassistisch beleidigt und mit Affenlauten bedacht.

"Im Laufe der vergangenen Monate haben wir in Stadien auf der ganzen Welt und auch in den Sozialen Medien vermehrt erschreckende rassistische Beschimpfungen registriert", sagte Simone Pound, Leiterin der PFA-Abteilung für Gleichheit: "Wir können nicht zuschauen, während zu wenig dagegen getan wird." Rose sagte nach den Eindrücken des Spiels in Podgorica gar, dass er sein Karriereende kaum erwarten könne. "Ich habe genug. Ich werde noch fünf oder sechs Jahre im Fußball haben. Ich freue mich auf den Zeitpunkt, wenn ich ihm den Rücken kehre", sagte der Verteidiger von Tottenham Hotspur.

(ce/afp)