epa/Mohammad Saber

23-jähriger Palästinenser getötet

27.7.2019 18:21 Uhr

Ein 23 Jahre alter Palästinenser ist im Gazastreifen an den Folgen von Verletzungen gestorben, die er am Freitag bei Protesten an der Grenze zu Israel erlitten hatte. Das Gesundheitsministerium in Gaza teilte in der Nacht zum Samstag mit, der Mann aus Chan Junis im Süden des Palästinensergebiets sei am Bauch verletzt worden und später gestorben.

56 weitere Palästinenser seien bei den Protesten verletzt worden, mehr als die Hälfte davon durch scharfe Munition israelischer Soldaten.

Soldaten handelten nach den Vorschriften

Eine israelische Armeesprecherin sagte am Samstag, rund 5500 Demonstranten hätten am Vortag an gewaltsamen Demonstrationen entlang der Gaza-Grenze teilgenommen. Dabei seien Brandbomben und Sprengsätze auf israelische Soldaten und Militärfahrzeuge geworfen worden. Einige Palästinenser hätten sich dem Grenzzaun genähert. Die Soldaten hätten in Übereinstimmung mit ihren Vorschriften das Feuer eröffnet.

Seit Ende März 2018 sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums bei Auseinandersetzungen mit israelischen Soldaten mehr als 300 Palästinenser getötet und Tausende weitere verletzt worden. Israel wird aus dem Gazastreifen immer wieder mit Raketen beschossen und reagiert darauf meist mit Luftangriffen.

Die Palästinenser verlangen unter anderem eine Aufhebung der Blockade, die Israel und Ägypten über den Gazastreifen verhängt haben. Außerdem fordern sie eine Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge ins heutige Israel. Die im Gazastreifen herrschende Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Sie hatte 2007 gewaltsam die Kontrolle im Gazastreifen übernommen.

(an/dpa)

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