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2200 Covid-19-Tote in Spanien

23.3.2020 15:52 Uhr

Trotz aller bisherigen Maßnahmen steigen in Spanien die Fälle von Corona-Infizierten weiter an. Bis Montagmittag wurden rund 33.000 Fälle bestätigt, 14 Prozent mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten kletterte auf knapp 2200, von 1720 am Sonntag. Allein in der Region Madrid, dem Zentrum der Krise in Spanien, lag die Zahl der Todesopfer bei rund 1200. Nach Italien ist Spanien das am heftigsten betroffene Land Europas.

Gleichzeitig gab es aber auch positive Nachrichten: Mehr als 3300 Patienten sind bereits wieder gesund. "Zudem nimmt die Anzahl der täglich gemeldeten Fälle ab, aber wir sind nicht sicher, ob wir den Höhepunkt schon erreicht haben", sagte der Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Fernando Simón. Er rechne damit, dass der Gipfel der Ausbreitung in dieser Woche erreicht werde. "Dies sind entscheidende Tage", so der Experte.

Verlassen der Wohnung nur noch in Ausnahmefällen

Am Sonntag hatte Ministerpräsident Pedro Sánchez angekündigt, dass die Ausgangssperre für die knapp 47 Millionen Spanier verlängert werden müsse, um die Ansteckungswelle in den Griff zu bekommen. Die Menschen dürfen seit dem 15. März nur noch in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen, etwa zum Einkaufen. Die Maßnahme soll nun von den ursprünglich angepeilten 15 Tagen bis zum 11. April verlängert werden. Das Parlament muss am Mittwoch noch zustimmen.

Simón betonte: "Wenn die Maßnahmen gut angewendet werden, ist es sehr wahrscheinlich, dass bald eine Zeit kommt, in der wir anfangen zu deeskalieren. Das wird ein Schlüsselmoment sein."

(an/dpa)

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