Symbolbild: epa/Ali Abbas

20 Kämpfer im Irak getötet oder verletzt

20.11.2019 15:41 Uhr

Nach offiziellen Angaben sind bei einem Luftangriff im Nordirak mindestens 20 Milizenkämpfer getötet oder verletzt worden. Die Bombardierung in der Sindschar-Region habe einer bewaffneten Gruppe gegolten, die zur religiösen Minderheit der Jesiden gehört, meldete das Sicherheitsmedienzentrum der Regierung am Mittwoch. Ein Stützpunkt der Gruppe wurde demnach zerstört.

Die Miliz ist mit der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK verbunden. Die Herkunft der Flugzeuge sei unbekannt, hieß es weiter.

Die türkische Armee teilte zugleich mit, im Norden des Iraks seien bei Drohnenoperationen 15 Kämpfer der PKK «neutralisiert» worden. Diese hätten einen Angriff vorbereitet. Es war zunächst unklar, ob es sich um dieselben Fälle handelte. Die Türkei betrachtet die PKK als Terrororganisation und fliegt im Norden des Iraks immer wieder Angriffe gegen sie. Dort hat die PKK Stellungen.

Bei den Jesiden handelt es sich um eine religiöse Minderheit, die vor allem im Norden des Iraks lebt. Beim Vormarsch der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in der Region vor mehr als fünf Jahren waren Tausende Jesiden getötet oder verschleppt worden. Die UN sprachen von einem Völkermord.

(an/dpa)

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