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2,7 Millionen mit Migrationshintergrund arbeitslos

1.4.2019 12:26 Uhr

Die Zahlen sind eindeutig: Rund 2,7 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund sind in Deutschland ohne Arbeit. Damit liegt die Quote bei ungefähr 46 Prozent. Dies gehe aus einer Studie der Bundesagentur für Arbeit hervor, so die Zeitung "Die Welt".

Sieht man näher hin, zeichnet sich ein noch düsteres Bild ab: "Unter den 4,1 Millionen sogenannten erwerbsfähigen Leistungsberechtigten liegt der Anteil der Migranten sogar bei 57 Prozent", so "Die Welt". Darunter fallen alle, die über 15 Jahre alt sind und nicht krank oder anderweitig arbeitsunfähig sind.

Vor der Krise der Migranten, also Ende 2013, lag der Anteil der Migranten in diesem Segment bei 36 Prozent. Bei den erwerbsfähigen Leistungsberechtigen bei 43 Prozent. "Die Welt" zitiert einen nicht näher genannten Mitarbeiter der Bundesagentur, der Anstieg müsse "vor dem Hintergrund der sich veränderten Zusammensetzung der sehr heterogenen Gruppen von Personen mit Migrationshintergrund" gesehen werden.

"Personen im Kontext von Fluchtmigration"

Seit 2016 hat das Bundesamt eine neue Kategorie: "Personen im Kontext von Fluchtmigration". Darunter fallen Asylbewerber, Geduldeten und anerkannte Flüchtlinge geführt. Nicht in diese Kategorie fallen nachgezogene Angehörige und ehemalige Asylbewerber, die eine Niederlassungserlaubnis erhalten haben.

Eine Person hat dann - nach Definition - einen Migrationshintergrund, wenn die Person selbst oder mindestens ein Elternteil ohne deutsche Staatsangehörigkeit geboren wurde. Allerdings ist die Angabe der Herkunft freiwillig, weshalb die Statistik des BA mit Vorsicht zu genießen ist.

(an/Die Welt)