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1821 neue Corona-Fälle in Deutschland

22.9.2020 13:34 Uhr

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1821 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen mindestens 274.158 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 22.9., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9396. Das sind zehn mehr als am Vortag. Rund 243.700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, liegt in Deutschland derzeit bei 1,06 (Vortag: 1,22). Am Samstag war mit 2297 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. "Nach einer vorübergehenden Stabilisierung der Fallzahlen auf einem erhöhten Niveau ist aktuell ein weiterer Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten", schrieb das RKI in seinem Lagebericht vom Montag.

Der Herbst naht und die Anspannung wächst

Angesichts der steigenden Infektionszahlen wächst die Anspannung vor dem nahen Herbst und Winter. Die Bundesregierung ruft zu "höchster Achtsamkeit" auf und bereitet weitere Regelungen vor, die auch auf mehr Testmöglichkeiten zielen. Politik und Bürger hätten es jetzt in der Hand, "ob sich die Infektionszahlen wieder unkontrolliert ausbreiten", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Deutschland sei "in einer Phase der Pandemie, in der sich entscheiden wird, wie wir in diese Winter- und Herbstmonate hineingehen". In einigen Regionen wappnen sich Kommunen bereits für Krisenmaßnahmen. So plant Bayerns Landeshauptstadt München auch eine Maskenpflicht auf manchen Plätzen für den Fall weiter hoher Corona-Zahlen.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will in der kommenden Woche erneut mit den Ministerpräsidenten der Länder über den weiteren Kurs beraten. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) kündigte in einer Besprechung mit den Chefs der Staatskanzleien eine entsprechende Videokonferenz für den 29. September an. Hintergrund sei, dass mehrere große Städte die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche überschritten hätten - ab dann sehen die Vereinbarungen von Bund und Ländern vorerst regionale Krisenmaßnahmen vor. Besonders betroffen sind unter anderem etwa Hamm (70,9), Würzburg (61), der Kreis Cloppenburg (59,1) und München (52,3).

(bl/dpa)

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