dpa

18-Jährige mutmaßlich von Kindern und Jugendlichen vergewaltigt

7.7.2019 16:50 Uhr

In Mülheim an der Ruhr wurde am Freitagabend nach 22 Uhr MESZ eine 18-Jährige von zwei 12-Jährigen und drei 14-Jährigen mutmaßlich geschlagen und schwer sexuell missbraucht. Das ganze Ausmaß der Tat wird erst heute, rund eineinhalb Tage später deutlich. Die fünf mutmaßlichen Täter, alle bulgarische Staatsbürger mit Wohnsitz in Mülheim und noch schulpflichtig, sollen die Tat gefilmt haben. Die junge Frau wurde von der Tat vollkommen traumatisiert und ihre Mutter erlitt einen Nervenzusammenbruch.

Anwohner wurden auf die Straftat aufmerksam, weil ein Hund nicht aufhören wollte zu bellen. Das war wohl das Glück der 18-Jährigen, denn die Hundebesitzer schauten nach, wieso der Hund dauerhaft anschlug. Beim Nachschauen schreckten die Anwohner die mutmaßlichen Täter auf, die von der gepeinigten jungen Frau abließen und das Weite suchten. Sie fanden dann eine stark traumatisierte 18-Jährige vor, die verletzt am Boden lag. Aufgrund der genauen Zeugenbeschreibung der Anwohner konnte die Polizei die mutmaßlichen Täter in einiger Entfernung zum Tatort erwischen.

Das Jugendamt wird bei den strafunmündigen Kindern involviert

Wie die Polizei in Essen mitteilt, die mit den Ermittlungen zur Tat betraut ist, haben zwei der fünf Kinder und Jugendlichen die 18-Jährige unter einem Vorwand in das kleine Waldstück gelockt. Der Bitte kam die junge Frau nach, da sie einen der mutmaßlichen Täter wohl vom Sehen her kannte. Dort warteten jedoch bereits drei weiter mutmaßliche Täter. Als die junge Frau sexuelle Kontakte kategorisch ablehnte, wurde massive Gewalt gegen die 18-Jährige ausgeübt, die von den Tätern geschlagen, zum Oralsex gezwungen und sexuell missbraucht wurde.

Die Taten hatten die Kinder und Jugendlichen mit ihren Smartphones gefilmt, um so die Erniedrigung des Opfers zu komplettieren. Nachdem ein Rettungswagen gerufen wurde, kam die 18-Jährige in ein nahe gelegenes Krankenhaus, um dort ihre Verletzungen zu dokumentieren. Die Mutter, die von den Behörden über das informiert wurde, was ihrer Tochter widerfuhr, erlitt nach Berichten einen Nervenzusammenbruch.

Die beiden strafunmündigen Tatverdächtigen wurden umgehend den Eltern übergeben. Ihrer wird sich in den kommenden Tagen das Jugendamt annehmen und es besteht die Möglichkeit, dass eine Inobhutnahme durchgeführt wird. Die drei strafmündigen Jugendlichen wurden vorübergehend festgenommen und mussten die Nacht im Polizeigewahrsam verbringen. Da aus diversen Gründen jedoch keine zwingenden Haftgründe vorlagen – EU-Bürger, fester Wohnsitz in Mülheim, nicht vorbestraft – wurden sie nach der Vernehmung und der Aufnahme der Anzeigen den Eltern übergeben.

(Hürriyet.de)