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17. Woche bei den "Gelbwesten"-Protesten

9.3.2019 17:47 Uhr

Auch am 17. Samstag in Folge sind tausende Franzosen auf die Straßen gegangen - auch wenn die Teilnehmerzahlen langsam sinken. Nächste Woche könnten es mehr werden.

In Paris versammelten sich die Teilnehmer vor dem Triumphbogen zu einem Marsch durch die Hauptstadt. Es ist der 17. Samstag in Folge, an dem die Anhänger der "Gelbwesten" gegen die Sozialpolitik des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron demonstrieren.

Um der Bewegung einen neuen Schwung zu verliehen, riefen einige der Wortführer zu einem dreitägigen Sit-in auf den Champs-de-Mars vor dem Eiffelturm auf. Doch noch am Freitagabend wurden laut Medienberichten Demonstranten von Sicherheitskräften daran gehindert, temporäre Konstruktionen wie Zelte aufzubauen.

Proteste weitestgehend friedlich

Die Bewegung hatte im November mit Protesten gegen geplante Benzinpreiserhöhungen begonnen; mittlerweile richtet sie sich gegen die Reformpolitik der Mitte-Regierung. Während die Bewegung anfänglich laut Schätzungen bis zu 250 000 Teilnehmer mobilisieren konnte, ist die Zahl seit einiger Zeit im Sinken begriffen. Nach Angaben des Innenministeriums hatten sich am vergangenen Samstag landesweit etwa 39 300 Menschen an den Protesten beteiligt.

Demonstrationen gab es auch wieder in Provinzstädten wie Bordeaux, Toulouse und Puy-en-Velay in Zentralfrankreich. Bei den Protesten war es immer wieder zu Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften gekommen. Bis zum Samstagnachmittag verliefen die Proteste weitgehend friedlich.

(be/dpa)