Symbolbild Essen, HBF: imago images / Rüdiger Wölk

16-jähriges Mädchen tritt gehbehinderten Obdachlosen ins Krankenhaus

26.12.2020 16:18 Uhr

Es ist eine Tat zum ersten Weihnachtstag, wie sie verwerflicher kaum sein könnte. Eine polizeibekannte 16-Jährige soll einen gehbehinderten Obdachlosen in der Nähe des Hauptbahnhofs von Essen in Nordrhein-Westfalen mit einer Serie von Tritten gegen den Körper und Kopf schwer misshandelt haben. Der 48-jährige Mann wurde nach Angaben der Bundespolizei am frühen Morgen des ersten Weihnachtstags attackiert, nachdem er sich neben seinem Rollstuhl hingelegt hatte und eingeschlafen war. Aus den Videoaufzeichnungen in diesem Bereich gehe hervor, dass die 16-Jährige das Opfer mit einer mehrminütigen Unterbrechung insgesamt 16 Mal gegen den Körper und Kopf getreten habe, wie die Bundespolizei am Samstag zu der Tat mitteilte.

Eine 14 Jahre alte Begleiterin der Jugendlichen soll teilnahmslos daneben gestanden und sich den Gewaltausbruch angeschaut haben. Die 16-jährige aus Essen soll das Opfer dann mit einem Messer bedroht und eine Stichbewegung gegen den Bauch angedeutet haben. Der 48-Jährige schleppte sich in seinen Rollstuhl und habe sich vermutlich aus Angst vor weiteren Misshandlungen in eine S-Bahn begeben, schilderte ein Sprecher der Bundespolizei.

Etwa zwei Stunden nach der Tat seien dann Bahnmitarbeiter auf den im Gesicht blutenden Mann aufmerksam geworden, der über Schmerzen am gesamten Körper geklagt habe. Rettungskräfte brachten den Verletzten in ein Krankenhaus. Die Jugendlichen seien den Einsatzkräften aus zahlreichen Straftaten am Essener Hauptbahnhof bereits bekannt, erklärte die Bundespolizei den schnellen Fahndungserfolg. Sie sollen in den kommenden Tagen von den Behörden befragt werden. Es werde wegen Bedrohung und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

(ce/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.