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15 Jahre danach - Gedenkfeiern für die Opfer der Tsunami-Katastrophe

26.12.2019 11:31 Uhr

15 Jahre ist der verheerende Tsunami im Indischen Ozean her, der 220.000 Todesopfer forderte. Am Jahrestag wurde den Opfern vielerorts gedacht.

In der indonesischen Provinz Aceh, wo die meisten Menschen ums Leben kamen, versammelten sich Hinterbliebene am Donnerstag an den Gräbern ihrer Angehörigen. In Siron, wo mindestens 47.000 Opfer in Massengräbern bestattet wurden, beteten sie und streuten Blumen auf die Gräber.

Seebeben der Stärke 9,1

Der schlimmste Tsunami in der Geschichte war am zweiten Weihnachtstag 2004 durch ein schweres Seebeben der Stärke 9,1 im Indischen Ozean ausgelöst worden. Weite Küstenstreifen in Indonesien, Indien, Sri Lanka und Thailand wurden zerstört.Rund 170.000 Menschen kamen allein in Indonesien ums Leben, die überwiegende Mehrheit davon in Aceh, wo die Flutwellen besonders hoch waren. In Thailand waren unter den rund 5400 Todesopfern auch zahlreiche Touristen, darunter 534 Deutsche.

"Schaudere jedes Mal, wenn ich das Meer sehe"

Unter den Trauernden in Aceh war die 65-jährige Nurhayati, die bei der Tsunami-Katastrophe ihre 17-jährige Tochter verloren hat. "Ich bin hier, weil ich sie so sehr vermisse. Sie war erst 17, hatte gerade mit dem Studium angefangen", sagte die weinende Frau. "Es ist 15 Jahre her, aber noch heute schaudere ich jedes Mal, wenn ich das Meer sehe - sogar im Fernsehen." Der 28-jährige Mohammad Ikramullah verlor im Alter von 13 Jahren seine Eltern und sein Geschwisterchen. "Ich bin immer noch traumatisiert. Ich glaube nicht, dass ich jemals vergessen werde, was passiert ist." Obwohl die sterblichen Überreste seiner Angehörigen nicht gefunden wurden, kommt er jedes Jahr zu dem Massengrab in Aceh, um zu beten. "Ich weiß nicht, wo meine Mutter begraben wurde", berichtete der Hinterbliebene Jony China. "Ich komme aber weiter hierher, weil ich das Gefühl habe, ihr nah zu sein."

(be/afp)

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