Symbolbild: epa/Sarah Christine Noerfaard

14 tote Matrosen

2.7.2019 18:19 Uhr

Mindestens 14 Menschen sind bei einem Feuer auf einem russischen U-Boot ums Leben gekommen. Der Brand sei bei Forschungsarbeiten in tiefen Gewässern entstanden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Dienstag russischen Agenturen zufolge mit.

Die Männer seien durch die giftigen Gase erstickt.

Das U-Boot befinde sich nun im Militärhafen Seweromorsk nahe der Stadt Murmansk im Norden Russlands. Der Vorfall habe sich bereits am Montag ereignet. Die Besatzung wollte Messungen am Boden vornehmen. Zu der Brandursache war zunächst nichts bekannt.

Die Besatzung wollte im Auftrag der russischen Marine Messungen am Meeresboden vornehmen. Das Feuer habe durch die «selbstlosen Handlungen» der Mannschaft gelöscht werden können, hieß es. Zu der Brandursache war zunächst nichts bekannt. Der Vorfall soll nun von Ermittlern des Verteidigungsministeriums untersucht werden.

Das Ministerium ließ offen, wo genau sich der Vorfall ereignete und um welches U-Boot es sich handelt. Unbestätigten Medienberichten zufolge gehe es um das U-Boot AS-12, das auch unter dem Namen "Loscharik" bekannt ist. Es ist seit 2003 in Betrieb, hat einen Atomantrieb und kann eine Tiefe von einigen Tausend Metern erreichen.

Schwerster Vorfall auf einem russischen U-Boot seit 2008

Es ist der schwerste Vorfall auf einem russischen U-Boot seit 2008. Damals starben 20 Marineangehörige und Zivilisten auf einer Testfahrt an Bord des Jagd-U-Bootes "Nerpa" (Robbe) an einer Gasvergiftung, als das Feuerlöschsystem ansprang und das tödliche Kältemittel Freon ausströmte.

Für weltweite Schlagzeilen sorgte 2000 der Untergang des Atom-U-Boots "Kursk", damals eines der modernsten Schiffe der russischen Flotte. Das Unglück mit 118 Toten war durch einen defekten Torpedo ausgelöst worden. Viele Fragen blieben aber offen. Der Großteil des Berichts ist bis heute geheim.

1989 zerstörte im Nordatlantik ein Brand das sowjetische Atom-U-Boot "Komsomolez", 42 Matrosen starben.

(an/dpa)

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