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14-Jähriger Palästinenser an der Grenze zu Gaza von israelischen Soldaten erschossen

22.2.2019 22:18 Uhr

Bei den "Freitagsprotesten" ist ein 14-Jähriger in die Brust getroffen worden. 30 weitere Palästinenser sollen an der Grenze zum Gazastreifen durch Schüsse verletzt worden sein.

Der 14-Jährige sei östlich von Gaza-Stadt in die Brust getroffen worden, erklärte das Gesundheitsministerium der von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Enklave. Die israelische Armee wollte den Tod des Jugendlichen nicht bestätigen, verwies aber auf rund 8000 Palästinenser, die an verschiedenen Abschnitten des Grenzzaunes protestiert hätten. Sie hätten Autoreifen angezündet und Granaten, Brandsätze und Steine auf die israelischen Streitkräfte geworfen, hieß es. Diese hätten "den bestehenden Prozeduren entsprechend" geschossen.

Zusammenstöße fordern mehr als 250 Opfer im letzten Jahr

Seit fast einem Jahr gibt es an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel regelmäßig Zusammenstöße zwischen Palästinensern und der israelischen Armee. Die Palästinenser fordern von Israel, seine Blockade der Enklave zu beenden. Mindestens 251 Palästinenser und zwei israelische Soldaten wurden seitdem getötet.

(be/afp)