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100 Jahre später: Deutsches U-Boot vor Nordfrankreich aufgetaucht

11.1.2019 23:37 Uhr

Rund 100 Jahre war das U-Boot SM UC-61 der kaiserlichen Marine vom Sand an Nordfrankreichs Küste bedeckt - jetzt ist es fast komplett freigelegt.

Die rostigen Überreste des Unterseeboots sind bei Ebbe vor dem Badeort Wissant westlich von Calais zu sehen, wie der Touristenführer Vincent Schmitt der Nachrichtenagentur AFP sagte. Das Boot UC-61 war dort vor mehr als hundert Jahren während des Ersten Weltkriegs gesunken.Nach Angaben von Touristenführer Schmitt legt das Meer bei Ebbe zwei Wrackteile von rund acht und drei Metern Länge frei. Das U-Boot der kaiserlichen Marine maß insgesamt rund 50 Meter und kam im Juli 1917 vor die französische Opalküste am Ärmelkanal.

So sah das U-Boot einst aus (Bild: imago/Arkivi)

Ein Kriegsschiff versenkt

Es hatte nach Angaben der Historikerin Isabelle Delumeau den Auftrag, Handelsschiffe zu versenken. "Es hat sogar ein Kriegsschiff versenkt", sagt sie. Nachdem das U-Boot von den Franzosen aufgebracht wurde, habe die rund 20-köpfige deutsche Besatzung es gesprengt. "Alle Bewohner von Wissant wissen, dass hier ein U-Boot liegt", sagt Touristenführer Schmitt. "Aber meistens liegt das Wrack im Sand und ist deshalb nicht zu sehen. Es ist das erste Mal, dass es so weit freiliegt." Die Behörden wollen das U-Boot nicht bergen. Es stelle keine Gefahr für die Bevölkerung da, erklärt die Präfektur.

(be/afp)