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10.000 Menschen demonstrieren gegen Rentenreformpläne

28.12.2019 20:32 Uhr

Auch an diesem Samstag sind mehr als 10.000 Menschen in Frankreich gegen die geplante Rentenreform auf die Straßen gegangen. Alleine in Paris waren es am 24. Tag des Streiks rund 4500 Menschen, unter ihnen 800 "Gelbwesten".

An der Spitze des Protestzugs gab es vereinzelte leichte Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und mitunter vermummten Demonstranten. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben sechs Menschen in Gewahrsam. Weitere Demonstrationen fanden unter anderem in Rennes und Toulouse, aber auch in kleineren Orten wie Aulnoye-Aymeries im Norden Frankreichs statt. "Die Regierung muss das Volk anhören", sagte der Generalsekretär des mächtigen Gewerkschaftsbundes CGT, Philippe Martinez, der Nachrichtenagentur AFP während seiner Teilnahme an dem Pariser Protestzug. Der Streik sorgt weiter für massive Verkehrsbeeinträchtigungen.

Viele Metrolinien weiter gesperrt

Am Samstag fuhren in Frankreich sechs von zehn TGV-Schnellzügen, sechs Metrolinien in Paris waren gesperrt. Am Sonntag sollten sogar 13 der 16 Pariser Metrolinien nicht befahren werden. Für Montag kündigte die Pariser Nahverkehrsgesellschaft RATP hingegen eine "deutliche Verbesserung" der Lage an. Auf elf Metrolinien sollen die Verbindungen dann zumindest teilweise sichergestellt sein, außerdem solle zwischen 6.30 Uhr und 20.00 Uhr jeder zweite Zug der Linien RER A und B fahren.

Rentensystem "vereinfachen"

Präsident Emmanuel Macron will das komplizierte französische Rentensystem mit 42 verschiedenen Regelungen vereinheitlichen und das Milliarden-Defizit der Rentenkassen abbauen. Besonders umstritten ist die faktische Anhebung des Renteneintrittsalters von derzeit 62 auf künftig 64 Jahre.Die Regierung hält bisher an ihrem Ziel fest, die Rentenreformpläne am 22. Januar im Kabinett zu verabschieden. Die Gewerkschaften hoffen aber, dass Präsident Macron in seiner traditionellen Fernsehansprache zum Jahreswechsel Abstriche von der Reform ankündigt.

(be/afp)

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