AFP

1:1 in Neapel: Gute Ausgangsposition für Messi und Barcelona

25.2.2020 23:22 Uhr

Lionel Messi und der FC Barcelona haben bei den Erben Diego Maradonas die Tür zum Champions-League-Viertelfinale aufgestoßen. Die Katalanen holten beim extrem defensiven SSC Neapel am Dienstag im Achtelfinal-Hinspiel ein hart erarbeitetes 1:1 (0:1) und verschafften sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 18. März. Weltmeister Antoine Griezmann (57.) traf nach dem 1:0 für Neapel durch Dries Mertens (29.) zum Ausgleich für Barca, das im entscheidenden Duell allerdings auf Arturo Vidal verzichten muss. Der Ex-Münchner sah kurz vor Schluss Gelb-Rot (89.).

"Ich glaube an die große Überraschung", hatte Maradona, Idol der Neapolitaner, in einem Zeitungsinterview ausrichten lassen: "Auf geht's! Schreibt Geschichte!" Messi, ebenfalls Argentinier, sei zwar ein "guter Junge", möge aber bitte nicht treffen. Um dies zu gewährleisten, setzte SSC-Trainer Gennaro Gattuso im Stadion San Paolo auch auf den früheren Leipziger Diego Demme im defensiven Mittelfeld.

Chancen stehen gut für Barca

Die Spielkontrolle übernahmen erwartungsgemäß die Gäste. Barcelona stellte den Sechsten der Serie A früh zu, eroberte Bälle in der gegnerischen Hälfte und spielte unzählige kurze Pässe. Neapel stellte sich dann zu elft hinter den Ball und agierte kompakt, aber passiv. Vorerst genügte das, um Torchancen zu verhindern, die gegnerische Hälfte aber bekamen die Italiener lange nur aus der Ferne zu sehen - bis Mertens nach einem Konter traf, unhaltbar für den deutschen Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen.

Messi hatte bei seinem ersten Auftritt in Neapel kaum Einfluss auf das Spiel, häufig stand er zwischen zwei Fünfer-Abwehrketten und kam erst gar nicht an den Ball. Neapel hatte nach der Führung keinen Grund, seine extrem defensive Ausrichtung zu verändern. Eine einzige Unaufmerksamkeit reichte, um Barca ins Spiel zu holen. Ter Stegen rettete kurz darauf gegen den freistehenden Jose Callejon (63.). Der deutsche Schiedsrichter Felix Brych (München), mit seinem 57. Spiel Champions-League-Rekordhalter, hatte mit der Leitung keine Probleme.

(ce/afp)

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