Symbolbild: imago/Jürgen Heinrich

Zugunglück mit zwei Toten - DB-Mitarbeiter akzeptiert Strafe

12.2.2019 13:12 Uhr

Der 25-jährige DB-Mitarbeiter akzeptiert nach einem schweren Zugunglück mit zwei Toten den Strafbefehl wegen fahrlässiger Tötung.

Nach einem schweren Zugunglück in Aichach bei Augsburg ist der Strafbefehl gegen den Fahrdienstleiter rechtskräftig. Der 25 Jahre alte Mitarbeiter der Deutschen Bahn (DB) habe keinen Einspruch gegen die zehnmonatige Bewährungsstrafe eingelegt, teilte der Sprecher des Augsburger Amtsgerichts, Julian Küffer, am Dienstag mit. Das Gericht hatte auf Antrag der Staatsanwaltschaft den Strafbefehl wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen sowie fahrlässiger Körperverletzung in 13 Fällen erlassen.

Am 7. Mai 2018 war beim Aichacher Bahnhof ein Personenzug ungebremst auf einen stehenden Güterzug aufgefahren. Der 37 Jahre alte Lokführer des Zuges der Bayerischen Regiobahn und eine 73 Jahre alte Passagierin starben, weitere Fahrgäste wurden verletzt - einige von ihnen schwer. Nach den Ermittlungen hatte der Fahrdienstleiter zwei Fehler begangen, wodurch der Regionalzug auf das besetzte Gleis geleitet wurde. Die DB will nun bundesweit zahlreiche ältere Stellwerke mit Sicherheitstechnik nachrüsten, damit künftig solche Unglücke nicht mehr passieren können.

(gi/dpa)